Die Kreisstadt Dietzenbach hat eine neue digitale Plattform zur Meldung von Problemen und Schäden im öffentlichen Raum freigeschaltet. Unter dietzenbach.maengelmelder.de ersetzt das Portal ab sofort die bisherigen Eingabeformulare auf der städtischen Webseite. Einwohnerinnen und Einwohner können Mängel nun sowohl über den Browser als auch per Smartphone-App an die Verwaltung übermitteln und den jeweiligen Bearbeitungsstand digital nachverfolgen. Im vergangenen Jahr hatten die Behörden auf digitalem Weg rund 1.000 Hinweise aus der Bevölkerung registriert.
Direkte Weiterleitung an die zuständigen Fachabteilungen
Das neue System gliedert sich in verschiedene Themenbereiche, um eingehende Anliegen automatisch der jeweils verantwortlichen Ansprechperson im Rathaus zuzuordnen. Zur Auswahl stehen die Kategorien „Ampeln & Verkehrszeichen“, „Grünflächen“, „Müll“, „Spiel- & Sportplätze“, „Straßen und Wege“ sowie „Straßenbeleuchtung“. Für allgemeine oder spezielle Hinweise, die sich im Raster nicht einordnen lassen, steht zudem der Bereich „Sonstiges“ zur Verfügung. Durch die gezielte Verteilung soll der interne Arbeitsablauf optimiert und die Bearbeitungszeit verkürzt werden. Nach Angaben der Stadt erhalten die Meldenden nach dem Absenden eine automatische Bestätigung und werden im weiteren Verlauf über den Fortschritt ihres Anliegens informiert. Die Verwaltung weist jedoch darauf hin, dass bis zur Prüfung und Behebung von baulichen Mängeln wie etwa Straßenschäden weiterhin einige Tage vergehen können.
Digitale Kartendarstellung soll doppelte Meldungen verhindern
Um die Erfassung zu vereinfachen und eine genaue Verortung zu ermöglichen, verfügt das System über eine integrierte Kartendarstellung. Nutzerinnen und Nutzer können den exakten Standort eines Schadens per Klick auf die Karte markieren oder über eine Straßensuche ermitteln und an die Stadt übertragen. Zudem zeigt die Übersichtskarte in der App und auf der Webseite an, welche Mängel bereits von anderen Personen gemeldet wurden oder von der Verwaltung bearbeitet werden. Auf diese Weise sollen doppelte Eingaben für denselben Schaden im Stadtgebiet vermieden werden.
Müll und defekte Laternen dominierten die bisherige Statistik
Wie aus der Bilanz des Jahres 2025 hervorgeht, nutzen die Menschen in Dietzenbach den digitalen Draht zur Verwaltung vor allem für Beschwerden über Verunreinigungen und die Infrastruktur. Von den rund 1.000 eingegangenen Hinweisen entfielen damals etwa 42 Prozent auf die Kategorie „Wilder Müll“. Den zweiten Platz belegten Meldungen bezüglich der „Straßenbeleuchtung“ mit einem Anteil von 30 Prozent, gefolgt von Hinweisen zu „Straßen und Wege“, die 22 Prozent ausmachten. Bürgermeister Dr. Dieter Lang erhofft sich von dem neuen Portal eine Effizienzsteigerung und bewertet den Austausch mit der Bevölkerung wie folgt: „Mit unserem neuen Online‑Mängelmelder machen wir die Kommunikation zwischen Bürgerschaft und Verwaltung noch direkter und transparenter. Jede Meldung hilft uns, Dietzenbach lebenswerter zu gestalten – und zeigt, wie wichtig gemeinsames Engagement für unsere Stadt ist“. Zugleich richtet der Rathauschef das Wort an die Einwohnerschaft: „Wir danken allen engagierten Bürgerinnen und Bürgern für ihre Unterstützung und ihre Hinweise.“
















