Eine Dietzenbacherin bittet derzeit öffentlich um Hilfe für ihren schwer verletzten Kater. Melanie Lienke hat am Montag, 15. Juni, eine Spendenkampagne gestartet, um die Behandlungskosten in einer Tierklinik finanzieren zu können. Nach ihren Angaben kam das Tier am Vortag mit Eichenprozessionsspinnern in Kontakt und erlitt dabei schwere Verletzungen im Maul- und Rachenbereich.
Laut der Spendenseite sind bislang 1.685 Euro zusammengekommen. Das Spendenziel liegt bei 3.500 Euro. Nach Angaben der Initiatorin belaufen sich die tiermedizinischen Kosten bereits jetzt auf etwa 3.000 Euro und steigen mit jedem weiteren Behandlungstag.
Kater wird stationär in Tierklinik versorgt
Lienke schildert, dass die giftigen Brennhaare der Eichenprozessionsspinner massive Entzündungen an Zunge und Schleimhäuten ausgelöst hätten. Ihr Kater könne deshalb weder selbstständig fressen noch trinken. Die behandelnden Tierärzte hätten zudem auf die Gefahr schwerer Komplikationen hingewiesen. Neben massiven Schwellungen bestehe auch Erstickungsgefahr. Darüber hinaus drohe im schlimmsten Fall ein Absterben des betroffenen Gewebes.
Der Kater wird derzeit stationär in einer Tierklinik versorgt. Eine zunächst vorgesehene Ernährungssonde über die Speiseröhre konnte nach Angaben der Halterin bislang nicht gelegt werden, weil das Herz des Tieres durch die Belastung und den Stress im Moment zu schwach für eine notwendige Narkose sei. Stattdessen werde der Kater zunächst über eine Nasensonde ernährt. Eine Versorgung zu Hause sei in dieser Phase nicht möglich, da diese Form der Ernährung nur durch geschultes Fachpersonal übernommen werden könne.
Elf Jahre an der Seite seiner Halterin
Auf der Spendenseite beschreibt Melanie Lienke ihren Kater als langjährigen Begleiter. Seit elf Jahren sei das Tier Teil ihres Lebens und ein Familienmitglied. Nun wolle sie alles dafür tun, ihm die Chance auf Genesung zu ermöglichen.
Zugleich kündigt sie an, regelmäßig über den Gesundheitszustand und die Behandlungskosten zu informieren. Sollte mehr Geld eingehen, als am Ende für die medizinische Versorgung notwendig sei, soll der überschüssige Betrag nach ihren Angaben an das Tierheim Dreieich gespendet werden.
Eichenprozessionsspinner sind auch für Tiere gefährlich
Der Fall macht zugleich auf eine Gefahr aufmerksam, die oft vor allem mit Menschen in Verbindung gebracht wird. Die Raupen des Eichenprozessionsspinners tragen feine Brennhaare, die giftige Reizstoffe enthalten. Bei Kontakt können sie starke Reaktionen auslösen. Während es beim Menschen häufig zu Hautreizungen, Atemwegsproblemen oder Augenbeschwerden kommt, können Tiere besonders dann schwer betroffen sein, wenn sie die Haare mit Maul, Nase oder Zunge aufnehmen.
Gerade bei Katzen und Hunden kann das zu schmerzhaften Entzündungen und Schwellungen führen, die im Ernstfall lebensbedrohlich werden. Wer vermutet, dass ein Tier mit Eichenprozessionsspinnern in Kontakt gekommen ist, sollte deshalb möglichst schnell tierärztliche Hilfe suchen.
Spendenkampagne läuft weiter
Für Melanie Lienke bleibt die Lage ihres Katers nach eigenen Angaben weiter ernst. Die kommenden Tage seien entscheidend. Mit der Spendenaktion hofft sie nun, die intensive medizinische Betreuung weiter finanzieren zu können und ihrem Tier damit die bestmögliche Chance auf Heilung zu geben.
Zur Spendenaktion: Spendenaktion














