Die gemeinnützige Organisation Waldfreunde plant für Samstag, den 24. Oktober, einen Weltrekordversuch im Dietzenbacher Eulerwald. Unter dem Motto „Wald verbindet Nationen“ sollen Menschen aus mindestens 67 verschiedenen Ländern zusammenkommen, um gemeinsam Bäume zu pflanzen. Die Aktion steht unter der Schirmherrschaft des Dietzenbacher Bürgermeisters Dieter Lang und zielt darauf ab, den bisherigen Rekord von 66 teilnehmenden Nationalitäten zu übertreffen.
Zeichen für internationale Zusammenarbeit und Klimaschutz
Das Datum der Veranstaltung ist bewusst gewählt, da am 24. Oktober weltweit der Tag der Vereinten Nationen begangen wird. Der Weltrekordversuch soll die verbindenden Werte der UN-Charta aufgreifen und ein praktisches Zeichen für gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen setzen. Jürgen Graf, Geschäftsführer der Waldfreunde gGmbH, betont den symbolischen Charakter der Aktion: „Im Wald spielt es keine Rolle, woher ein Mensch kommt, welcher Religion er angehört, welchem Kulturkreis er sich verbunden fühlt oder welche Sprache er spricht. Jeder Mensch besitzt die gleiche Würde. Wir stehen auf demselben Boden, pflanzen gemeinsam und übernehmen Verantwortung für dieselbe Zukunft“. Es gehe darum, angesichts der globalen Herausforderungen durch den Klimawandel gemeinsame Verantwortung zu übernehmen, unabhängig von politischen oder kulturellen Grenzen.
Kooperationen mit weiteren Organisationen und Initiativen
Unterstützt wird das Vorhaben von mehreren Partnern. Das Team der Initiative Click A Tree beteiligt sich aktiv an der Aufforstung. Graf ordnet diese Bündelung der Kräfte ein: „Natürlich könnte man zwei Organisationen, die sich beide für das Pflanzen von Bäumen einsetzen, zunächst als Wettbewerber betrachten. Doch angesichts der gewaltigen Herausforderungen für unsere weltweiten Wälder darf es nicht um Abgrenzung oder persönliche Befindlichkeiten gehen. Solche Partnerschaften sind genau das Signal, das wir jetzt brauchen“. Für die kostenlose Verpflegung der Helfer sorgt die mobile Küche „Food That’s Left“, die vor Ort vegane Mahlzeiten aus geretteten Lebensmitteln zubereitet. Die offizielle Überprüfung des angestrebten Rekords übernimmt am Veranstaltungstag eine Vertreterin des Rekord-Instituts für Deutschland.
Voraussetzungen für die Teilnahme am Weltrekordversuch
Die Veranstaltung im Stadtwald beginnt um 10 Uhr, die Teilnahme ist für alle Altersgruppen kostenfrei. Um die verschiedenen Nationalitäten für den Rekord offiziell dokumentieren zu können, fordert der Veranstalter von allen Teilnehmern zwingend die Vorlage eines gültigen Personalausweises oder Reisepasses. Die Organisatoren stellen die benötigten Setzlinge, Spaten und das weitere Pflanzmaterial vor Ort zur Verfügung, weisen jedoch auf die Notwendigkeit von wetterangepasster Kleidung und festem Schuhwerk hin. Interessierte Helfer müssen sich vorab über die Internetseite der Waldfreunde für die Baumpflanzaktion anmelden.















