In Dreieich-Offenthal ist die erweiterte Kindertagesstätte am Rückertsweg offiziell eröffnet worden. Durch die baulichen Maßnahmen erhöht sich die Kapazität der Einrichtung, sodass dort künftig bis zu 124 Mädchen und Jungen in unterschiedlichen Altersgruppen untergebracht werden können. Das Betreuungsangebot umfasst dabei sowohl Plätze für unter Dreijährige als auch für ältere Kinder im Ü3-Bereich.
Wachsender Stadtteil erfordert Ausbau der Betreuungsmöglichkeiten
Hintergrund des Projekts ist die städtebauliche Entwicklung in Offenthal, wo durch die Erschließung neuer Wohngebiete wie etwa dem Areal Birkenau der lokale Bedarf an wohnortnahen Betreuungsplätzen gestiegen ist. Durch den nun abgeschlossenen Ausbau der Kita soll Familien die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben erleichtert und die soziale Infrastruktur vor Ort gestärkt werden. Bürgermeister Martin Burlon ordnet das Vorhaben in die kommunale Strategie ein: „Mit der Erweiterung schaffen wir mehr Verlässlichkeit für Familien und zugleich gute Rahmenbedingungen für die pädagogische Arbeit“. Er betont zudem die generelle Pflicht der städtischen Verwaltung: „Eine bedarfsgerechte Kinderbetreuung gehört zu den zentralen Aufgaben einer familienfreundlichen Stadt. Gerade dort, wo neue Wohnangebote entstehen und Stadtteile wachsen, muss auch die soziale Infrastruktur mitwachsen.“.
Sechs Millionen Euro Baukosten und ökologisches Gebäudekonzept
Die Arbeiten an dem Anbau, der den bestehenden Altbau ergänzt, begannen im August 2024 und fanden im März 2026 ihren erfolgreichen Abschluss. Laut Angaben der Stadt belaufen sich die Kosten für das Projekt auf rund sechs Millionen Euro, womit der ursprünglich vereinbarte finanzielle Rahmen deutlich unterschritten wurde. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) förderte die Baumaßnahme im Rahmen des Programms „Klimafreundlicher Neubau – Nichtwohngebäude“ mit einem Zuschuss in Höhe von 128.800 Euro.
Bei der baulichen Umsetzung lag ein besonderer Schwerpunkt auf Energieeffizienz und Klimaschutz. So entstand ein Holzrahmenbau mit hohem Vorfertigungsgrad, der über eine Wärmepumpe, eine Photovoltaikanlage sowie eine begrünte Fassade verfügt. „Klimaschutz ist kein wünschenswertes Extra, sondern unverzichtbarer Teil einer verantwortungsvollen Stadtentwicklung“, erläutert Bürgermeister Burlon den ökologischen Fokus. Weiter führt der Rathauschef aus: „Wenn wir heute neue Infrastruktur schaffen, müssen wir auch im Blick behalten, welchen Anforderungen Gebäude künftig gerecht werden müssen. Mit der Holzbauweise, der Wärmepumpe, der Photovoltaikanlage und der Fassadenbegrünung verbinden wir zusätzliche Betreuungsmöglichkeiten mit einem zeitgemäßen Gebäudekonzept.“.
Barrierefreie Gestaltung für die tägliche pädagogische Arbeit
Im Inneren des komplett barrierefrei konzipierten Gebäudes wurden helle Räumlichkeiten mit Bewegungsflächen sowie Rückzugsorten für die Kinder geschaffen. Auch eine direkte Anbindung an das Außengelände wurde bei der Planung der neuen Flächen berücksichtigt. Burlon weist jedoch darauf hin, dass die Gebäude lediglich die strukturellen Voraussetzungen bilden: „Räume schaffen Möglichkeiten. Mit Leben gefüllt werden sie durch unsere pädagogischen Fachkräfte“. Er richtet sich an das Personal der Einrichtung: „Ihnen gilt mein besonderer Dank. Ihre Arbeit sorgt dafür, dass Kinder sich wohlfühlen, Neues entdecken und wichtige Erfahrungen für ihre Entwicklung sammeln.“. Abschließend adressiert der Bürgermeister die künftigen Nutzer des Ausbaus: „Spielen, toben, musizieren, malen und forschen: Neugier ist der Motor des Lernens. Ich wünsche den Kindern, Familien und Mitarbeitenden viele glückliche Stunden, spannende Entdeckungen und eine gute Gemeinschaft in diesem Haus.“.
















