Die Stadtverordnetenversammlung von Dreieich hat am 8. Dezember die erste Änderung der Abfallsatzung beschlossen. Grundlage ist eine neue Gebührenbedarfsrechnung, nach der die Abfallgebühren zum 1. Januar 2026 angepasst werden. Die Kalkulation gilt für den Zeitraum von 2026 bis 2028.
Gebühren steigen um rund 9,5 Prozent
Die Kommunen sind gesetzlich verpflichtet, ihre Abfallgebühren kostendeckend zu berechnen. Für Dreieich erfolgt diese Kalkulation im Dreijahresrhythmus. Gewinne sind nicht zulässig, Überschüsse müssen an die Gebührenzahler zurückgegeben werden. Nach Angaben der Stadt entspricht die einmalige Erhöhung von rund 9,5 Prozent der allgemeinen Preisentwicklung und gilt für die kommenden drei Jahre.
Neue Preise für Säcke und Tonnen
Ab Januar 2026 kostet ein Restabfallsack fünf Euro statt bislang 4,70 Euro. Unverändert bleibt der Preis für den Windelsack. Deutlich steigt der Preis für Grünschnittsäcke in Form von Big Bags, die künftig 71,50 Euro kosten und bislang für 25 Euro erhältlich waren. Nach Angaben der Stadt war deren Sammlung und Entsorgung seit Jahren nicht kostendeckend. Eine Sonderleerung einer 40-Liter-Tonne wird künftig mit 4,60 Euro berechnet, bisher waren es 4,50 Euro. Die monatlichen Gebühren für die regelmäßige Leerung von Restmülltonnen und Containern liegen je nach Volumen zwischen 9,84 Euro für eine 40-Liter-Tonne und 541,18 Euro für die wöchentliche Leerung eines 1.100-Liter-Containers.
Leistungen weiterhin in Gebühren enthalten
In den Abfallgebühren sind weiterhin die Abholung von Rest-, Bio-, Papier- und Sperrmüll sowie der Betrieb der Wertstoffhöfe enthalten. Finanziert werden darüber hinaus Planung, Abfallberatung und Öffentlichkeitsarbeit. Auch Serviceleistungen wie die kostenlose Bereitstellung der Müllgefäße oder die Beseitigung illegaler Müllablagerungen im Stadtgebiet sind Bestandteil der Gebühren.
Stadt verweist auf gesetzliche Vorgaben
„Die Anpassung der Abfallgebühren ist leider ein notwendiger Schritt, um den gesetzlichen Auftrag der Kostendeckung zu erfüllen“, erklärte Erster Stadtrat Holger Dechert. „Unser Ziel ist es, die gewohnten Leistungen der Dreieicher Abfallentsorgung unverändert anbieten zu können, wie die kostenlose Annahme auf dem Wertstoffhof.“ Die nächste Überprüfung der Abfallkosten ist nach Angaben der Stadt für das Ende der Gebührenperiode im Jahr 2028 vorgesehen.
















