Die Stadt Dreieich beginnt in dieser Woche erneut mit einer umfassenden Bekämpfung von Ratten im Kanalsystem. Anlass ist nach städtischen Angaben weiterhin die unsachgemäße Entsorgung von Essensresten über Toiletten, die den Befall begünstigt. Die jährliche Maßnahme startet am Mittwoch, 26. November, im Stadtteil Offenthal und wird anschließend in Götzenhain, Dreieichenhain, Sprendlingen und Buchschlag fortgeführt.
Mehrstufiges Verfahren über mehrere Wochen
Für die Bekämpfung setzt die Stadt auf ein mehrstufiges Verfahren. In betroffenen Kanalschächten werden zunächst Giftköder in speziellen Schutzboxen platziert. Etwa zwei Wochen später kontrolliert eine Fachfirma aus Baden-Württemberg den Zustand der Köder und ersetzt oder entsorgt sie bei Bedarf.
Eine zweite Kontrolle erfolgt nach weiteren zwei bis drei Wochen. Je nach Befund werden zusätzliche Köder ausgelegt oder vorhandene entfernt. Den Abschluss bildet eine dritte Prüfung, die erneut zwei bis drei Wochen später stattfindet. Danach dokumentiert die Firma den Einsatz und Verbrauch der Köder.
Hintergrund: Falsch entsorgte Lebensmittelreste
Nach Angaben der Stadt bleibt der Rattenbefall insbesondere deshalb ein wiederkehrendes Problem, weil weiterhin Essensabfälle über Toiletten in die Kanalisation gelangen. Dadurch finden die Tiere ausreichend Nahrung und können sich schnell vermehren.
Die Stadt appelliert deshalb regelmäßig an die Bevölkerung, Küchenabfälle ausschließlich über den Rest- oder Biomüll zu entsorgen und nicht über das Abwasser.
















