Die Stadt Dreieich ist künftig Eigentümerin ihres Verwaltungssitzes im Stadtteil Sprendlingen. Bürgermeister Martin Burlon und Vertreter des bisherigen Immobilienbesitzers „alstria“ haben am 3. August den entsprechenden Kaufvertrag für das Objekt an der Hauptstraße 45 unterzeichnet. Der formelle Eigentumsübergang an die Kommune erfolgt bereits vor dem Ablauf des eigentlichen Mietvertrages zum 1. November des laufenden Jahres.
Kaufpreis in Millionenhöhe soll den städtischen Haushalt entlasten
Nach Angaben der Stadtverwaltung belaufen sich die Kosten für das Grundstück sowie das Gebäude inklusive der dazugehörigen Tiefgarage auf 19,5 Millionen Euro. Hinzu kommen Erwerbsnebenkosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro. Die Kommune finanziert den Erwerb vollständig über die Aufnahme von Krediten. Trotz dieser Finanzierungskosten rechnet die Stadt ab dem Jahr 2027 mit einer jährlichen Ersparnis von etwa 350.000 Euro. Bislang zahlte Dreieich für die Nutzung der Räumlichkeiten eine Jahresmiete von rund 1,7 Millionen Euro. Die prognostizierte finanzielle Entlastung ergibt sich aus dem Wegfall dieser Pachtzahlungen sowie aus zusätzlichen Einnahmen, die durch anderweitige Vermietungen im Gebäude erzielt werden.
Vorzeitige Beendigung des bisherigen und kostenintensiven Mietverhältnisses
Der Erwerb der Immobilie beendet die langjährige Rolle der Stadt als Mieterin, die vertraglich noch bis Mitte des Jahres 2028 bestanden hätte. Seit 2002 nutzt die Kommunalverwaltung das von einer Entwicklungsgesellschaft errichtete Gebäude im Ortskern als Hauptsitz und nimmt dabei den Großteil der verfügbaren Flächen in Anspruch. In der Vergangenheit führten mehrfache Wechsel auf der Eigentümerseite sowie eine konstante Steigerung der Mietpreise zu einer Überprüfung der Wirtschaftlichkeit. Angesichts einer ohnehin angespannten Haushaltssituation analysierten die Verantwortlichen die Alternativen zu einer weiteren Verlängerung des bestehenden Vertrags. Die Berechnungen ergaben, dass der Kauf des Komplexes die wirtschaftlichere Lösung darstellt. Die rechtliche Grundlage für den nun vollzogenen Vertragsabschluss bildeten die entsprechenden Beschlüsse zur Finanzierung, die der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung im März dieses Jahres gefasst hatten.
















