Seit April 2024 modernisiert die Unternehmensgruppe Nassauische Heimstätte | Wohnstadt (NHW) 144 Wohnungen im Kurt-Schumacher-Ring in Dreieich. Im Zuge des Modernisierungsprogramms für mehr Klimaschutz werden die Gebäude Kurt-Schumacher-Ring 31, 81 und 101 energetisch saniert. Geplant sind unter anderem neue Fenster zur besseren Dämmung und die Erneuerung der Balkone. „Wir haben die bauliche Modernisierung der Gebäude in mehrere Abschnitte aufgeteilt“, erläutert Reza Tehrani, der zuständige NHW-Fachbereichsleiter.
Fortschritte in den Bauabschnitten
Die Arbeiten am Kurt-Schumacher-Ring 81 sind bis auf geringe Restarbeiten am Gebäudesockel abgeschlossen, am Kurt-Schumacher-Ring 101 wurden Dach-, Fassaden- und Balkonarbeiten bereits beendet. Am Kurt-Schumacher-Ring 31 läuft die Modernisierung derzeit und soll voraussichtlich im Dezember 2025 fertig werden.
Biomasse-Nahwärme ersetzt Gasversorgung
Wesentlicher Baustein der Effizienzsteigerung ist die Erneuerung der Heizungsanlage. Derzeit erfolgt die Warmwasser- und Heizungsversorgung noch über Gas-Kesselanlagen in den Gebäuden. Nach Fertigstellung der neuen Nahwärmezentrale am Kurt-Schumacher-Ring 31 werden alle drei Hochhäuser auf ein Biomasse-Nahwärmenetz umgestellt; die alten Heizungsanlagen werden rückgebaut. Zuvor lief eine sorgfältige Planungsphase für das Nahwärmenetz im „NHW Quartier Hirschsprung“.
Netzausbau mit 16 Gebäuden geplant
Im finalen Ausbauzustand sollen 16 Gebäuderiegel mit insgesamt 528 Wohneinheiten im Kurt-Schumacher-Ring, Sudetenring sowie der Damaschke Straße an das Netz angeschlossen werden. Dafür sind rund 1 km (914 m) Leitungsweg vorgesehen. Auf fossile Brennstoffe verzichtet die NHW vollständig; die Anlage wird mit Holzpellets betrieben. Im ersten Bauabschnitt entstehen das Heizhause sowie die Anbindung der Gebäude Kurt-Schumacher-Ring 31, 81 und 101, im zweiten Bauabschnitt folgen die übrigen Gebäude der genannten Straßenzüge.
Aussagen von NHW und Stadt
„Die Klimaneutralität unseres Wohnungsbestands bis 2045 umzusetzen, ist unser Ziel. Der Schlüssel liegt in der energetischen Modernisierung des Altbestands. Damit verbinden wir Klimaschutz und soziale Verantwortung: Unsere Mieter erhalten ein Zuhause, das auch in den kommenden Jahrzehnten zukunftssicher bleibt“, so NHW-Geschäftsführerin Monika Fontaine-Kretschmer.
Bürgermeister Martin Burlon ergänzt: „Klimaschutz in der Kommune ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Nur wenn wir alle – Bürgerschaft, Stadt und Immobilienbesitzer – gemeinsam an einem Strang ziehen, können wir unsere Klimaziele erreichen“. Weiter sagte er: „Die Maßnahmen der NHW sind vorbildhaft. Denn wichtig ist, dass der Wohnraum in Dreieich nicht nur auch für niedrige Einkommensgruppen bezahlbar ist, sondern auch lebenswert und nachhaltig zukunftssicher bleibt. “
Unterstützung des Landes Hessen
Das energetische Modernisierungsprogramm für den Gebäudebestand der NHW wird vom Land Hessen unterstützt – mit einer 2021 bewilligten Eigenkapitalerhöhung von 200 Millionen Euro.
















