Mit dem symbolischen ersten Spatenstich haben Landrat Oliver Quilling, Kreisbeigeordneter Alexander Böhn, Dreieichs Bürgermeister Martin Burlon und Schulleiterin Annette Melms am Dienstag den Startschuss für die Erweiterung der Gerhart-Hauptmann-Schule im Stadtteil Sprendlingen gegeben. Auf dem Gelände am Schlesienweg entsteht in den kommenden zwei Jahren ein dreigeschossiger Neubau, der die Schule zu einer vierzügigen, ganztagsfähigen Grundschule weiterentwickeln soll.
Moderner Lernort mit neuen Funktionen
Der Erweiterungsbau wird Platz für acht zusätzliche Klassenräume, Differenzierungsräume, eine Bibliothek sowie je einen Musik- und Werkraum bieten. Für den Ganztagsbetrieb sind ein Speisesaal mit angeschlossener Küche sowie großzügige freizeitpädagogische Flächen vorgesehen. Zusätzlich wird die Verwaltung der Schule ausgebaut. Eine barrierefreie Erschließung ist durch den Einbau einer Aufzugsanlage gewährleistet.
„Mit der Erweiterung der Gerhart-Hauptmann-Schule schaffen wir nicht nur dringend benötigte Räume, sondern setzen auch ein klares Zeichen für hochwertige Bildung und gute Rahmenbedingungen im Grundschulbereich“, sagte Landrat Oliver Quilling.
Digitale Ausstattung und nachhaltige Technik
Die neuen Räume werden mit digitalen Tafeln und flächendeckendem WLAN ausgestattet. Für die Energieversorgung kommt eine Kombination aus Photovoltaikanlage und Wärmepumpe zum Einsatz. Die PV-Anlage wird auf einem begrünten Retentionsdach installiert, die Beheizung erfolgt über eine Split-Wärmepumpe in Verbindung mit einer Nahwärmeleitung aus der bestehenden Anlage. Moderne Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung sollen für gute Raumluft sorgen.
Kreisbeigeordneter Alexander Böhn betonte: „Beheizt wird das Gebäude über eine Split-Wärmepumpe in Kombination mit einer Nahwärmeleitung aus der Bestandsanlage. Für eine gute Raumluftqualität sorgen moderne Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.“
Investition in Bildung und Vereinbarkeit
Die Gesamtkosten des Bauprojekts belaufen sich auf rund 17 Millionen Euro. Der Kreis Offenbach übernimmt mit rund zwölf Millionen Euro den Großteil der Finanzierung. Die Stadt Dreieich beteiligt sich mit 2,4 Millionen Euro an den Betreuungskosten. Weitere rund 2,6 Millionen Euro stammen aus Fördermitteln für den Ganztagsausbau.
Bürgermeister Martin Burlon erklärte: „Für Dreieich und insbesondere den Sprendlinger Norden entsteht mit dem Erweiterungsbau die wichtige Voraussetzung für eine gute und umfassende Grundschulkindbetreuung. Uns ist es wichtig, dass die Dreieicher und Dreieicherinnen Familie und Beruf miteinander vereinbaren können und unsere Stadt weiterhin ein lebenswerter Wohnort bleibt.“
Fertigstellung bis 2027 geplant
Die Fertigstellung des Neubaus ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen. Der Unterrichtsbetrieb läuft während der gesamten Bauzeit weiter. Parallel zur baulichen Erweiterung werden auch die Außenanlagen der Schule angepasst.
















