Die Stadtwerke Dreieich haben ihren Jahresabschluss für 2024 vorgelegt und blicken auf ein wirtschaftlich wie strategisch erfolgreiches Jahr zurück. Bei einem Jahresumsatz von 74,9 Millionen Euro erzielte das kommunale Versorgungsunternehmen einen Überschuss von 8,7 Millionen Euro. Parallel dazu veröffentlichen die Stadtwerke erstmals einen freiwilligen Nachhaltigkeitsbericht und setzen damit ein klares Zeichen für Transparenz, Verantwortung und Zukunftsorientierung.
Investitionen in Versorgung und Netzstruktur
Nahezu 11 Millionen Euro wurden 2024 in den Ausbau und die Modernisierung der Infrastruktur investiert. Im Fokus standen Strom-, Wasser- und Nahwärmenetze. „Die Investitionen in die Netze und damit in die Versorgungssicherheit der Bürgerinnen und Bürger in Dreieich ist die größte Herausforderung der nächsten Jahre“, so Geschäftsführer Steffen Arta. „Der Kapitalbedarf wird massiv steigen und auch die Suche nach Fachkräften bleibt herausfordernd.“
Ein strategischer Fortschritt war die Gründung der Netzgesellschaft „Stadtwerke-Netzdienste Dreieich und Neu-Isenburg GmbH“, die seit 2024 operativ tätig ist. Sie bündelt Planung, Betrieb und Ausbau der Energieinfrastruktur beider Städte. „Die neue Netzgesellschaft hilft uns, die Infrastruktur zu digitalisieren und zu modernisieren“, betont Arta. „So wird die Integration erneuerbarer Energien ermöglicht und die Versorgungssicherheit langfristig gesichert.“
Erster Nachhaltigkeitsbericht mit konkreten Kennzahlen
Erstmals legen die Stadtwerke einen Nachhaltigkeitsbericht vor – freiwillig und umfassend. Er dokumentiert ökologische, soziale und unternehmerische Leistungen. Arta erklärt: „Die Erarbeitung des Nachhaltigkeitsberichtes hat uns gezeigt, in welchen Bereichen wir bereits signifikante Erfolge erzielt haben und bei welchen Themenfeldern wir uns weiter verbessern können.“
Laut Bericht entfielen im Jahr 2023 rund 96 Prozent der CO₂-Emissionen auf Scope 3 – den Energiehandel mit Endkundinnen und Endkunden. Insgesamt waren das über 119 Tonnen CO₂. Rund 10 Megawatt Photovoltaikleistung stammen aus lokalen Anlagen. „Durch die enge Kooperation mit dem auf KI-Lösungen spezialisierten Start-up Kenergy Solutions wollen wir den Ausbau der Photovoltaik weiter vorantreiben“, so Projektleiterin Annett Hagemann.
2024 wurden zudem über 250.000 Kilowattstunden Strom an öffentlichen Ladesäulen abgegeben. Auch in sozialen Bereichen setzt das Unternehmen Maßstäbe: 42 Prozent der Führungspositionen sind weiblich. Zudem flossen 3,35 Millionen Euro an Löhnen und Gehältern in die Region.
Gesellschaftliches Engagement bleibt zentral
Rund 93.000 Euro an Spenden und Sponsoringmitteln kamen 2024 lokalen Vereinen und Organisationen zugute. Mit dem Heizungsprodukt „Thermopur“, das gemeinsam mit 18 Handwerksbetrieben betrieben wird, setzen die Stadtwerke seit Anfang des Jahres ausschließlich auf Systeme mit mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energie.
Verantwortung als Leitmotiv
„Nachhaltigkeit ist für uns kein Schlagwort, sondern der Maßstab unseres täglichen Handelns“, sagt Steffen Arta. „Mit dem neuen Bericht zeigen wir transparent, wo wir stehen – und wie wir die Energiezukunft in Dreieich verantwortungsvoll mitgestalten wollen.“
Der Nachhaltigkeitsbericht steht unter www.stadtwerke-dreieich.de/nachhaltigkeit zum Download bereit.
















