Am frühen Donnerstagabend ist ein Fahrradfahrer an einem Bahnübergang in Dreieich-Götzenhain von einem heranfahrenden Zug erfasst worden. Der Unfall ereignete sich gegen 17 Uhr auf der Bahnstrecke 3653. Trotz sofortiger medizinischer Versorgung starb die Person noch an der Unfallstelle.
Reisende der RB 61 evakuiert
Im Zug, einer Regionalbahn der Linie RB 61, blieben die Reisenden unverletzt. Sie wurden nach der Kollision evakuiert. Wie es zu dem Unfall kam, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.
Augenzeuge berichtet von Problemen am Übergang
Axel Lorenz, Vorstandsmitglied der SG Götzenhain, befand sich nach eigenen Angaben zum Zeitpunkt des Unglücks mit weiteren Personen in unmittelbarer Nähe des Bahnübergangs. Er schilderte: „Die Bahn hupt hier – das kommt regelmäßig vor, weil der Bahnübergang hier nicht beschrankt ist. Entsprechend passiert es mal, dass die Bahn hupen muss, weil da Menschen, Fahrzeuge oder so sind.“ Zunächst habe er sich nichts dabei gedacht, bis immer mehr Blaulicht eingetroffen sei.
Lorenz verwies zudem auf eine seit Längerem diskutierte Problematik an der Stelle. „Dieser Bahnübergang sorgt immer wieder für Probleme und ist, glaube ich, vielen Menschen ein Dorn im Auge.“ Er bezeichnete den Bereich als Gefahrenstelle und verwies auf die Nähe zu einem Spielplatz: „Hier direkt hinter der Bahnstrecke ist ein Kinderspielplatz neu gemacht worden – ein integrativer Kinderspielplatz – und es herrscht insbesondere am Wochenende unheimlich viel Verkehr hier auf der Strecke.„
Bundespolizei appelliert an Aufmerksamkeit
Die Bundespolizei nahm den Vorfall zum Anlass, erneut an Vorsicht im Bereich von Bahnanlagen zu erinnern: „Dieser, sowie ähnlich gelagerte Sachverhalte verdeutlichen die Gefahren im Bereich eines Bahnübergangs. Vor diesem Hintergrund appellieren wir als Bundespolizei daher einmal mehr an ein durchgehendes aufmerksames und vorausschauendes Verhalten auf dem Gebiet der Bahnanlagen. Nur so kann die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer und Bahnbenutzer gewährleistet werden.„














