Wer nach der Wiedereröffnung im Egelsbacher Freibad schwimmen möchte, muss sich auf deutlich höhere Eintrittspreise einstellen. Am morgigen Donnerstag stimmt die Gemeindevertretung über eine weitreichende Reform der Gebührensatzung ab. Im Zentrum der Vorlage steht eine spürbare Erhöhung der Tarife, die von der Verwaltung mit der Modernisierung der Anlage und der Einführung eines vollautomatischen Kassensystems begründet wird.
Deutliche Preissteigerungen bei Tageskarten und Saisonkarten
Die Pläne der Gemeindeverwaltung sehen vor, den Preis für eine reguläre Tageskarte für Erwachsene von bisher vier auf sechs Euro anzuheben. Das ermäßigte Tagesticket kostet künftig drei statt zweieinhalb Euro. Noch deutlicher fällt der Aufschlag für regelmäßige Schwimmer bei den Dauerkarten aus. Eine reguläre Saisonkarte für Erwachsene verteuert sich von 90 auf 120 Euro, während der Preis für Kinder und Jugendliche von 36 auf 50 Euro steigt. Für Kleinkinder bis zum Alter von fünf Jahren bleibt der Zugang weiterhin gebührenfrei. Um Geringverdiener, Studierende oder Auszubildende zu entlasten, führt die Gemeinde zudem eine neue, ermäßigte Saisonkarte für Erwachsene zum Preis von 60 Euro ein.
Neues Guthabenmodell ersetzt die gewohnte Zehnerkarte
Neben den reinen Preisanpassungen wird das gesamte Tarifsystem grundlegend umgebaut. Die bisherige Zehnerkarte wird nach der Neueröffnung komplett abgeschafft. Als Ersatz dient künftig eine übertragbare Guthabenkarte, die je nach Höhe der Aufladung einen Preisvorteil von bis zu zwanzig Prozent bietet. Ebenfalls restlos gestrichen wird der bislang gewährte Frühbucherrabatt auf Saisonkarten. Beibehalten wird hingegen der Feierabendtarif, bei dem sich der reguläre Eintrittspreis ab 18 Uhr halbiert. Auch Familien profitieren weiterhin von Vergünstigungen, da beim Kauf einer Erwachsenen-Saisonkarte gestaffelte Rabatte für den Nachwuchs gewährt werden. Für ortsansässige Schulklassen und Kindergärten bleibt der Besuch im Rahmen von Gruppenangeboten kostenfrei.
Automatisierung an der Kasse soll Personalkosten senken
Die Gemeindeverwaltung rechtfertigt die Neustrukturierung der Tarife vor allem mit technischen und organisatorischen Notwendigkeiten. Das Freibad wird künftig mit modernen Kassenautomaten ausgestattet, die den Ticketverkauf weitgehend ohne den Einsatz von Personal abwickeln sollen. Um den Umgang mit Bargeld sowie den Betreuungsaufwand für die Automaten gering zu halten, wurden bei den Ticketpreisen bewusst glatte Summen gewählt, die den Einsatz von viel Kleingeld überflüssig machen. Saison- und Guthabenkarten werden vorerst als wiederverwendbare Plastikkarten gegen fünf Euro Pfand ausgegeben. Bis spätestens zum Jahr 2028 plant die Kommune zudem die Einführung digitaler Eintrittskarten, die direkt auf dem Smartphone gespeichert werden können.
















