Ein couragierter Nachbar hat am Freitagnachmittag in Heusenstamm einen Trickbetrug zum Nachteil eines älteren Mannes verhindert. Nachdem sich zwei junge Frauen als Bankmitarbeiterinnen ausgegeben und die Bankkarte des Seniors an sich genommen hatten, schritt der Zeuge ein. Die Polizei konnte im direkten Anschluss eine jugendliche Tatverdächtige festnehmen, während einer zweiten Täterin die Flucht gelang.
Betrugsmasche beginnt mit einem fingierten Telefonanruf
Nach Angaben der Polizei nahm die Tat ihren Anfang mit einem Anruf auf dem Festnetzanschluss des Seniors. Eine Unbekannte meldete sich als Mitarbeiterin seiner Bank und spiegelte ihm vor, dass seine Karte missbräuchlich verwendet worden sei. In diesem Zusammenhang forderte die Anruferin die Begleichung einer angeblichen Rechnung. Gegen 17 Uhr erschienen daraufhin zwei junge Frauen an der Wohnadresse des Mannes in der Gustav-Adolf-Straße. Der Senior gewährte den beiden den Zutritt zu seinem Haus und überreichte einer der Frauen seine Bankkarte.
Eingreifen des Nachbarn beendet den kriminellen Vorfall
Im weiteren Verlauf des Besuchs schöpfte der Hausbewohner jedoch Misstrauen und entschied sich dazu, einen Nachbarn hinzuzuziehen. Dieser erfasste die Situation umgehend und forderte die beiden Frauen auf, die Bankkarte wieder herauszugeben. Als die mutmaßlichen Betrügerinnen der Aufforderung nicht nachkamen, nahm der Nachbar einer der Täterinnen die Karte kurzerhand direkt aus der Hand und verhinderte so einen möglichen finanziellen Schaden.
Flucht über den Garten und Fahndung nach Komplizin
Unmittelbar nach der Rückgabe der Karte ergriff eine der beiden Tatverdächtigen die Flucht. Sie verließ das Grundstück mutmaßlich über den Garten und ein rückwärtiges Tor. Die von den Zeugen alarmierte Polizei traf wenige Minuten später am Tatort ein und nahm die noch anwesende 16-jährige Tatverdächtige vorläufig fest. Zu der flüchtigen Begleiterin liegen den Behörden bislang nur wenige Details vor; sie wird lediglich als jung und schlank beschrieben. Die Kriminalpolizei in Offenbach hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Personen, die am Freitagnachmittag im Umfeld der Gustav-Adolf-Straße verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich unter der Rufnummer 069 8098-1234 zu melden.
















