In Heusenstamm beginnen am Montag, dem 20. Juli 2026, die Arbeiten für einen neuen unterirdischen Brunnen im Umfeld des nördlichen Schlossweihers. Mit der geplanten Anlage will die Kommune sicherstellen, dass die beiden Gewässer im Schlosspark künftig bei einem niedrigen Pegel aufgefüllt werden können, ohne dafür auf das reguläre Trinkwassernetz zurückgreifen zu müssen.
Sommerliche Trockenheit führt regelmäßig zu sinkenden Pegeln
Die beiden Weiher bilden zusammen mit dem Schloss und der historischen Allee ein zentrales Wahrzeichen der Stadt und dienen der Bevölkerung als Naherholungsgebiet. In den Sommermonaten verlieren die Teiche nach Angaben der Verwaltung jedoch regelmäßig massiv an Wasser. Als Hauptursachen gelten die starke Verdunstung bei hohen Temperaturen, der Wasserbedarf der umliegenden Bäume sowie vermutete Versickerungen im Boden. Bislang musste die Stadt diese Defizite ausgleichen, indem sie Trinkwasser in die Gewässer einleitete. Der neu gebohrte Brunnen soll diese Praxis nun dauerhaft ersetzen.
Förderprogramm deckt einen Großteil der Kosten ab
Für die Errichtung des unterirdischen Brunnens kalkuliert die Verwaltung mit Ausgaben von rund 25.000 Euro. Etwa zwei Drittel dieser Summe muss die Stadt Heusenstamm nicht aus dem eigenen Haushalt bestreiten: Der Betrag wird über das Städtebauförderprogramm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“ finanziert.
Zapfstelle für die Bewässerung von Grünflächen wird geprüft
Über die Versorgung der Teiche hinaus untersucht die Stadt derzeit eine erweiterte Nutzungsmöglichkeit für das Bohrloch. So wird geprüft, ob an der Anlage eine zusätzliche Zapfstelle für Tankfahrzeuge installiert werden kann. An dieser Station könnten städtische Arbeiter künftig Wasser für die Bewässerung öffentlicher Grünanlagen aufnehmen, wodurch der Gesamtverbrauch von Trinkwasser im Stadtgebiet weiter sinken würde. Für Spaziergänger im Schlosspark bringen die anstehenden Bohrarbeiten am Montag laut der Verwaltung keine spürbaren Behinderungen mit sich.
















