Pünktlich zum Start des neuen Kindergartenjahres hat die evangelische Kindertagesstätte Jona am 12. August ihr umgestaltetes Außengelände wieder in Betrieb genommen. Nach rund zweieinhalbmonatigen Bauarbeiten wurde das Projekt, dessen Gesamtkosten sich auf mehr als 300.000 Euro belaufen, etwas früher als ursprünglich geplant abgeschlossen. Die Neugestaltung des Areals zielt darauf ab, den Kindern einen sogenannten Forschergarten zu bieten, der Spiel, Bewegung und das Erleben von Natur miteinander verbindet.
Naturnahes Konzept mit Klimaschutz und biblischem Bezug
Das durch die Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung entworfene Gelände verfügt nun über einen Rundweg, der verschiedene Sinnes- und Spielstationen miteinander verknüpft. Neben großflächigen Kletter- und Sandbereichen sowie erneuerten Terrassen bildet ein großes hölzernes Walelement einen zentralen Anziehungspunkt. Dieses knüpft thematisch an die biblische Erzählung von Jona und damit an den Namen der Einrichtung an. Bei der Umstrukturierung legten die Verantwortlichen zudem Wert auf klimatische Aspekte. Der bestehende Baumbestand blieb vollständig erhalten und wird durch heimische, klimaresiliente Pflanzen ergänzt. Dadurch sollen auf dem Areal sowohl offene Spielflächen als auch geschützte, schattige Rückzugsorte mit einem angenehmen Kleinklima entstehen. Um das Projekt zu finanzieren, fließen bis zu 143.600 Euro aus einem Förderprogramm des hessischen Umweltministeriums für die Entwicklung klimaresilienter Außenräume. Weitere ergänzende Pflanzarbeiten sind für die Monate Oktober und November dieses Jahres vorgesehen.
Offizielle Freigabe nach zweieinhalb Monaten Bauzeit
Die Planungen für das Projekt hatten bereits im Frühjahr 2022 in einer Zusammenarbeit zwischen den städtischen Fachdiensten, der Kindertagesstätte und der evangelischen Kirchengemeinde begonnen. Ende Mai 2026 erfolgte schließlich der symbolische Spatenstich. Während der Bauphase wichen die Kinder und Erzieherinnen auf Flächen der Kirchengemeinde sowie auf benachbarte Spielplätze aus. Zur feierlichen Wiedereröffnung am Mittwoch erschienen neben Bürgermeister Steffen Ball auch die städtische Fachbereichsleiterin für Bildung und Soziales, Kerstin Stanek, Pfarrerin Susanne Winkler sowie Steffen Held, der Dekan des Evangelischen Dekanats Dreieich-Rodgau. Die Geistlichen sprachen bei dieser Gelegenheit einen Segen für den neuen Spielplatz aus.
Kinder brachten eigene Vorstellungen in die Planung ein
Vor der offiziellen Übergabe durch Einrichtungsleiterin Kerstin Wunderlich absolvierte der Bürgermeister einen Testlauf auf dem neuen Parcours, wofür ihm symbolisch eine Urkunde überreicht wurde. Zudem kam ein übergroßer Schlüssel zur Eröffnung zum Einsatz. Bereits während der Bauarbeiten hatten die Kinder ihre Wünsche für das Gelände auf gebastelten Walen notiert und an einem speziellen Wunschbusch angebracht. Bürgermeister Ball würdigte diese Beteiligung in seiner Ansprache: „Es ist schön zu sehen, wie sehr sich die Kinder auf ihr neues Außengelände gefreut haben. Und ich finde es besonders toll, dass sie ihre eigenen Ideen und Wünsche in den Entstehungsprozess eingebracht haben.“ Das Stadtoberhaupt ergänzte zu den neuen pädagogischen Möglichkeiten: „Der neue Forschergarten bietet ganz unterschiedliche Möglichkeiten. Hier kann geklettert, getobt und gespielt, aber auch beobachtet, entdeckt und geforscht werden. Ich wünsche allen Kindern ganz viel Spaß beim Erkunden der neuen Anlage. Und ich danke allen Beteiligten von der Kita über die Planer bis hin zum Bautrupp für ihr Engagement und ihre hervorragende Arbeit.“
















