Bei einem massiven Brand in Heusenstamm sind am Samstagabend eine Reithalle sowie eine angrenzende Lagerhalle vollständig zerstört worden. Das Feuer an der Martinseestraße breitete sich in der Folge auch auf ein benachbartes Waldstück aus und erforderte einen Großeinsatz, bei dem laut 5VISION.NEWS rund 200 Kräfte der Feuerwehren aus dem gesamten Landkreis Offenbach involviert waren.
Helfer bringen Pferde rechtzeitig in Sicherheit
Zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befanden sich nach vorliegenden Informationen keine Menschen in den betroffenen Gebäudeteilen. Zivile Helfer und alarmierte Einsatzkräfte konnten zudem alle auf der Anlage untergebrachten Pferde rechtzeitig vor den heranrückenden Flammen retten. Dennoch verzeichneten die Rettungsdienste bei dem Geschehen Personenschäden. Nach Angaben von Markus Tillmann, dem Pressesprecher des Kreises Offenbach, verletzten sich bei dem nächtlichen Einsatz eine Ersthelferin sowie eine Einsatzkraft der Feuerwehr.
Extreme Trockenheit begünstigt Ausbreitung des Feuers
Die Flammen waren gegen 22.16 Uhr auf dem Gelände direkt am Waldrand ausgebrochen. Der weithin sichtbare Feuerschein erleuchtete den Nachthimmel bis über die Stadtgrenzen von Heusenstamm hinaus. Aufgrund der vorherrschenden Trockenheit entwickelte sich der Gebäudebrand rasant, sodass beide Hallen rasch in Vollbrand standen. Die kritischen Bedingungen führten in unmittelbarer Nähe zusätzlich zu einem Waldbrand, was die Situation weiter verschärfte und zur Auslösung eines Großalarms für den gesamten Kreis führte.
Landwirte unterstützen die aufwendigen Löscharbeiten der Feuerwehren
Um die massive Ausbreitung zu stoppen, rückten Einheiten aus dem gesamten Kreisgebiet an. Beteiligt waren Feuerwehren aus Heusenstamm, Dietzenbach, Obertshausen, Neu-Isenburg, Dreieich, Egelsbach, Hainburg, Langen, Mühlheim, Rodgau, Rödermark, Seligenstadt und Mainhausen. Eine erhebliche Schwierigkeit stellte für die insgesamt 200 Einsatzkräfte die kontinuierliche Versorgung mit Löschwasser dar. Um diesen logistischen Engpass zu überwinden, transportierten ortsansässige Landwirte mit Fässern zusätzliches Wasser an die Einsatzstelle.
Die intensive Brandbekämpfung dauerte die gesamte Nacht an und zog sich bis in die Morgenstunden gegen 7 Uhr. Daran schlossen sich umfangreiche Nachlöscharbeiten an, bei denen die Feuerwehrleute das betroffene Material in aufwendiger Handarbeit ablöschen mussten. Zur Absicherung des Geländes ist weiterhin eine Brandwache vor Ort abgestellt.
















