In einem Waldstück im Heusenstammer Osten hat am Samstagabend eine Fläche von rund 2.500 Quadratmetern gebrannt. Bei den anhaltend hohen Temperaturen und den körperlich stark anstrengenden Löscharbeiten erlitten zwei Feuerwehrleute Kreislaufprobleme und mussten medizinisch versorgt werden. Die alarmierten Einsatzkräfte brachten die Flammen erst in der Nacht unter Kontrolle und verhinderten so eine weitere Ausbreitung auf die umliegende Vegetation.
Spontane Hilfe beim Aufbau der Wasserversorgung
Nach Angaben der Feuerwehr ging der Alarm gegen 21.07 Uhr ein, nachdem eine starke Rauchentwicklung hinter dem Wohngebiet Am Goldberg gemeldet worden war. Bereits auf der Anfahrt wies eine weithin sichtbare Rauchwolke den Einheiten den Weg zur Brandstelle. Zu Beginn der Maßnahmen bestand die größte Schwierigkeit darin, im unwegsamen Gelände überhaupt einen Zugang zu dem Feuer zu finden. Um das Areal mit Löschwasser zu erreichen, mussten die Retter eine 400 Meter lange Schlauchleitung verlegen, wobei sie spontane und tatkräftige Unterstützung von mehreren Passanten erhielten. Anders als bei vielen Waldbränden bereitete die Menge des verfügbaren Wassers keine Probleme, da das System an einen leistungsstarken Hydranten in der angrenzenden Wohnbebauung angeschlossen werden konnte. Die Flammen wurden im weiteren Verlauf mit sieben handgeführten Rohren sowie mit Handwerkzeugen bekämpft.
Abstimmung mit Spezialisten wegen möglicher Kampfmittel
Die betroffene Brandfläche in der Größe eines halben Fußballfeldes lag inmitten des Forstes, eingeschlossen von der Schule am Ginsterweg, dem Wohngebiet Am Goldberg und der Bundesautobahn 3. Da dieses spezifische Gebiet offiziell als munitionsbelastet eingestuft ist, zogen die Verantwortlichen umgehend Fachkräfte des Kampfmittelräumdienstes hinzu. Alle Löschmaßnahmen in diesem Sektor wurden eng mit den Experten abgestimmt, um Gefahren durch alte Sprengkörper zu vermeiden.
Überörtliche Unterstützung und langwierige Nachkontrollen am Sonntag
Unter der Leitung des stellvertretenden Stadtbrandinspektors Denis Schmidt waren insgesamt rund 55 Feuerwehrleute vor Ort. Zur Entlastung und technischen Unterstützung rückten Einheiten aus benachbarten Kommunen an. Die Feuerwehr Rodgau Mitte brachte ein Spezialfahrzeug zum Ausleuchten der dunklen Waldwege und der Brandstelle sowie frisches Personal für den notwendigen Austausch der erschöpften Kräfte mit. Die Feuerwehr Hainburg überwachte die unübersichtliche Lage aus der Luft mit einer Drohne. Zudem waren der Rettungsdienst und die Polizei mit mehreren Fahrzeugen zur Absicherung eingebunden. Kurz nach Mitternacht war das Feuer weitgehend gelöscht, sodass der Großeinsatz gegen 1 Uhr am frühen Sonntagmorgen beendet werden konnte. Am Vormittag mussten noch einmal zehn Helfer mit zwei Löschfahrzeugen ausrücken. Zwischen 9.20 Uhr und 10.45 Uhr wässerten sie den Bereich erneut großflächig, da sich im Boden noch warme Stellen und rauchende Glutnester befanden.
















