Mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit rücken in Heusenstamm wieder die öffentlichen Spiel- und Freizeitflächen stärker in den Fokus. Nach Angaben der Stadt gibt es im Stadtgebiet mehr als 20 solcher Anlagen. Dazu zählen klassische Spiel- und Bolzplätze ebenso wie die Skateanlage und der neue 3×3-Basketballplatz am Kultur- und Sportzentrum Martinsee.
Nach Darstellung der Stadt werden die Anlagen regelmäßig kontrolliert und überprüft, damit Kinder und Jugendliche sie sicher nutzen können. Bürgermeister Steffen Ball sagt: „Damit sich Kinder und Eltern bedenkenlos auf den Anlagen und Spielgeräten tummeln können, werden die Plätze und Anlagen regelmäßig kontrolliert und intensiv geprüft. Denn Spielgeräte müssen nicht nur sicher aufgestellt sein, sondern auch sicher bespielt werden können.“
Kontrollen laufen in drei Stufen
Die Stadt setzt dabei auf ein dreistufiges Verfahren nach DIN EN 1176. In der ersten Stufe überprüfen die städtischen Bauhofschreiner und zertifizierten Spielplatzprüfer Jens Deckart und Nikolas Lütz die Anlagen wöchentlich durch Sichtkontrollen. So sollen Gefahren durch Nutzung, Vandalismus oder Witterung früh erkannt werden. Bei Bedarf werden Geräte sofort gesperrt, Schäden beseitigt, Verschmutzungen entfernt oder Fallschutzmaterial ergänzt.
Die zweite Stufe besteht aus einer vierteljährlichen operativen Inspektion durch eine externe Fachfirma. Dabei werden die Geräte unter anderem mit Belastungs- und Rütteltests genauer untersucht. Festgestellte Mängel werden behoben oder weiter beobachtet.
Zusätzlich gibt es in der Regel jährlich, meist im Frühjahr, eine Hauptuntersuchung durch zertifizierte Prüfer. Dabei werden neben den bisherigen Kontrollen insbesondere Fundamente und Bauteile überprüft. Alle Prüfungen werden dokumentiert.
Anlagen für verschiedene Altersgruppen
Die städtischen Spielplätze sind nach Angaben der Stadt in der Regel für Kinder bis 14 Jahre gedacht. Einige Anlagen richten sich ausdrücklich an Kleinkinder bis drei Jahre. Als Beispiel nennt die Stadt den Spielplatz im Sommerfeld, der als kleinster Spielplatz im Stadtgebiet entsprechend ausgestattet sei. Größere Anlagen wie Bolzplätze, Basketball- und Skateanlage sind eher für ältere Kinder und Jugendliche ausgelegt.
Auf allen öffentlichen Spielanlagen sind Tiere, Fahr- und Motorräder, Rauchen sowie das Mitbringen und der Konsum von Alkohol untersagt. Die Spielzeiten liegen in der Regel zwischen 8 und 20 Uhr.
Spielgeräte werden auch ausgetauscht
Die Ausstattung der Plätze unterscheidet sich je nach Standort. Zur Grundausstattung gehören meist Schaukeln und Rutschen, hinzu kommen je nach Anlage weitere Elemente wie Trampolin oder Karussell. Auf dem Spielplatz an der Düne gibt es nach Angaben der Stadt eine Seilbahn. Sie geht auf ein Beteiligungsverfahren mit Bürgerinnen und Bürgern zurück und war dabei das meistgewünschte Spielgerät.
Je nach Zustand werden Spielbereiche und Geräte auch ersetzt. So wurde auf dem Spielplatz am Friedhofsweg der Kletterturm abgebaut. Dafür stehen dort nun eine Schaukelanlage und andere Spielelemente zur Verfügung. In Rembrücken soll außerdem voraussichtlich in etwa zwei Wochen eine neue Netzkletteranlage auf dem Spielplatz im Marienweg freigegeben werden. Der Bereich ist derzeit noch eingezäunt.
Schäden können gemeldet werden
Wer Mängel oder Schäden auf Spielplätzen bemerkt, kann diese nach Angaben der Stadt über den Online-Mängelmelder melden. Wichtig ist dabei eine möglichst genaue Ortsangabe, Fotos können ergänzt werden. Für Notfälle ist diese Plattform ausdrücklich nicht gedacht. Alternativ können sich Bürger auch telefonisch an das Rathaus oder das Bauhofbüro wenden.
















