Die Stadt Heusenstamm setzt ab sofort auf einen ehrenamtlichen „Dreckinspektor“. Mit Stefan Fehrenbach übernimmt erstmals ein Bürger diese neue Aufgabe, um das Stadtbild sauberer zu halten und schneller auf Verschmutzungen reagieren zu können.
Das auf ein Jahr angelegte Pilotprojekt soll die Arbeit des Bauhofs und des Ordnungsamts ergänzen, ohne diese zu ersetzen. Durch regelmäßige Rundgänge will der Dreckinspektor Müllprobleme frühzeitig erkennen, illegale Ablagerungen melden und wiederkehrende Problemstellen dokumentieren.
Zehn Stunden pro Woche ehrenamtlich im Einsatz
Stefan Fehrenbach wird voraussichtlich etwa zehn Stunden pro Woche unterwegs sein. Zu seinen Aufgaben gehören neben der Meldung von Verschmutzungen und illegalen Müllablagerungen auch kleinere Aufräumaktionen während seiner Rundgänge. Er fungiert als Bindeglied zwischen Bürgern, Verwaltung, Bauhof und Ordnungsamt. Ordungsrechtliche Befugnisse hat er jedoch nicht.
Das Projekt ergänzt bestehende bürgerschaftliche Initiativen wie „Die Naturengel“. Ziel ist es, das Bewusstsein für einen achtsamen Umgang mit dem öffentlichen Raum zu stärken und die Kommunikation zwischen Bürgerschaft und Stadtverwaltung zu verbessern.
Bürgermeister sieht Gemeinschaftsaufgabe
Bürgermeister Steffen Ball begrüßte das Engagement: „Ein sauberes Stadtbild ist keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Gemeinschaftsaufgabe. Mit dem Dreckinspektor schaffen wir eine zusätzliche Verbindung zwischen Bürgerschaft und Verwaltung. Ich freue mich sehr, dass sich mit Stefan Fehrenbach ein engagierter Heusenstammer bereit erklärt hat, hier Verantwortung zu übernehmen. Sein Einsatz steht stellvertretend für den starken Gemeinsinn in unserer Stadt.“
Die Stadt begleitet das Projekt organisatorisch und hat feste Ansprechpartner im Bauhof und Ordnungsamt eingerichtet. Hinweise werden über den Mängelmelder erfasst und zeitnah bearbeitet. Nach Ablauf des ersten Jahres soll ausgewertet werden, ob und in welcher Form das Modell fortgeführt und ausgebaut wird.
Bauhof weiterhin zentraler Ansprechpartner
Trotz des neuen ehrenamtlichen Unterstützers bleibt der städtische Bauhof die zentrale Einrichtung für die Stadtsauberkeit. Rund 350 Mülleimer und Papierkörbe werden je nach Bedarf ein- bis dreimal wöchentlich geleert. Zwei Mitarbeiter sind täglich mit Fahrzeugen unterwegs und reinigen nicht nur die Behälter, sondern auch deren unmittelbare Umgebung. Zusätzlich kümmert sich ein weiterer Mitarbeiter mit der Kleinkehrmaschine um die städtischen Straßenabschnitte.
Illegale Müllablagerungen stellen nach wie vor eine besondere Herausforderung dar, auf die der Bauhof schnell reagieren muss.
Mit dem Pilotprojekt „Dreckinspektor“ will Heusenstamm einen weiteren Schritt hin zu einem sauberen und gepflegten Stadtbild gehen – getragen von bürgerschaftlichem Engagement und enger Zusammenarbeit mit der Verwaltung.
















