In Heusenstamm werden alle kommunalen Bäume systematisch überwacht. Nach Angaben der Stadt sind derzeit 4.708 Bäume außerhalb des Stadtwalds im digitalen Baumkataster erfasst. Zwei zertifizierte Baumkontrolleure prüfen sie turnusmäßig auf mögliche Risiken und dokumentieren den Zustand jedes einzelnen Baums.
Prüfung von Schäden und Krankheitsbefall
Bei den Kontrollen steht die Verkehrssicherheit im Mittelpunkt. Bewertet werden sowohl die Standsicherheit des gesamten Baumes als auch die Bruchsicherheit einzelner Äste. Die Fachleute achten auf Hinweise wie Pilzbefall, Schäden an Stamm oder Krone, Schädlingsbefall sowie Totholz. Auch die Bedingungen im direkten Umfeld des Baums fließen in die Bewertung ein.
Maßnahmen nach festgelegten Standards
Stellt das Team Auffälligkeiten fest, werden Pflegemaßnahmen nach den offiziellen technischen Regelwerken für Baumpflege festgelegt. Bei Bedarf folgen weitergehende Untersuchungen durch externe Sachverständige. Arbeiten, die nur mit Hubarbeitsbühne oder Klettereinsatz möglich sind, vergibt die Stadt an spezialisierte Firmen. Pflegearbeiten vom Boden aus übernehmen die städtischen Landschaftsgärtner.
Trockenheit führt zu steigenden Belastungen
Der Baumbestand zeigt weiterhin deutliche Auswirkungen der vergangenen Trockenjahre. Nach Angaben der Stadt kommt es vermehrt zu Totholzbildung oder schleichenden Absterbeprozessen. In diesem Jahr wurden bislang 1.213 Pflegemaßnahmen abgeschlossen, rund 800 weitere stehen noch aus. Die Werte liegen damit im Bereich der Vorjahre.
Hinweise für Bürgerinnen und Bürger
Trotz umfangreicher Pflege weist die Stadt darauf hin, dass beim Aufenthalt unter Bäumen ein allgemeines Restrisiko bleibt. Nach starken Windereignissen ist besondere Vorsicht erforderlich – Schäden können auch an äußerlich gesunden Bäumen auftreten.
















