Ein nächtlicher Rettungseinsatz am Goldberg-See in Heusenstamm ist glimpflich ausgegangen. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst brachten in der Nacht zu Mittwoch einen Mann in Sicherheit, der nach eigenen Angaben nicht mehr aus eigener Kraft ans Ufer gelangen konnte.
Nach Angaben der Polizei hatte sich der Mann gegen 0.30 Uhr selbst bei der Rettungsleitstelle gemeldet. Er teilte telefonisch mit, sich im Bereich des Sees zu befinden und dringend Hilfe zu benötigen, weil er nicht mehr an Land komme. Daraufhin wurden auch zwei Polizeistreifen zum Goldberg-See geschickt.
Ortung mit Licht und Hilferufen
Vor Ort musste zunächst der genaue Aufenthaltsort des Mannes bestimmt werden. Nach Polizeiangaben gelang das schließlich mithilfe des Lichts seiner Handylampe und durch Hilferufe. Die Einsatzkräfte fanden ihn im Bereich des Sees unter einem Baum.
Da die Stelle zu Fuß nicht erreichbar war, wurde die Feuerwehr für die technische Rettung hinzugezogen. Zum Einsatz kamen unter anderem ein Schlauchboot und eine Drohne zur Lageerkundung. Feuerwehrleute näherten sich dem Mann über das Wasser und mussten sich zunächst durch dichtes Astwerk arbeiten, um ihn zu erreichen.
Unterkühlt in Klinik gebracht
Anschließend brachten sie den Mann mit dem Boot ans Ufer. Dort wurde er vom Rettungsdienst versorgt. Nach Angaben der Polizei war der Gerettete körperlich geschwächt und zeigte deutliche Anzeichen einer Unterkühlung. Er wurde deshalb zur weiteren Behandlung in eine medizinische Einrichtung gebracht.
Wie die Polizei ermittelte, handelt es sich um einen 27-Jährigen. Warum er bei Dunkelheit ins Wasser ging und wie er in diese Lage geriet, ist bislang noch nicht abschließend geklärt.
















