Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Autobahn 3 nahe Heusenstamm sind am Montagvormittag zwei Personen verletzt worden. Ein Sattelzug war auf ein vorausfahrendes Auto geprallt und hatte dadurch eine Kettenreaktion mit insgesamt sechs beteiligten Fahrzeugen ausgelöst. Die Kollision führte zu einer stundenlangen Sperrung der Strecke in Fahrtrichtung Frankfurt und massiven Verkehrsbehinderungen.
Lastwagenfahrer löst durch Auffahrunfall eine schwere Kettenreaktion aus
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Zusammenstoß gegen 11.10 Uhr auf dem Streckenabschnitt zwischen der Anschlussstelle Obertshausen und dem Offenbacher Kreuz. Im dortigen stockenden Verkehr fuhr ein 52 Jahre alter Fahrer eines Sattelzuges ersten Ermittlungen zufolge aus Unachtsamkeit auf ein vor ihm fahrendes Automobil auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurden in der Folge mehrere Wagen ineinandergeschoben. In das Unfallgeschehen war auch ein gewerblicher Transporter verwickelt, der durch die Kollision ins Schleudern geriet, sich überschlug und letztlich auf der Seite liegend auf der mittleren Fahrspur zum Stillstand kam.
Hubschrauber bricht Einsatz ab und Verletzte kommen in Kliniken
Bei der Massenkarambolage zogen sich der 52-jährige mutmaßliche Unfallverursacher sowie der 34 Jahre alte Beifahrer des umgestürzten Firmen-Transporters leichte Verletzungen zu. Beide Männer wurden nach der Erstversorgung am Unfallort durch den Rettungsdienst zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser gebracht. Ein vorsorglich zur Unfallstelle alarmierter Rettungshubschrauber wurde für den Transport nicht benötigt und konnte die Örtlichkeit ohne Patienten wieder verlassen. Von den sechs in den Unfall verwickelten Fahrzeugen wurden vier derart stark demoliert, dass sie von Abschleppunternehmen geborgen werden mussten. Da zudem die Schutzplanken der Autobahn in Mitleidenschaft gezogen wurden, schätzen die Behörden den entstandenen Gesamtschaden vorläufig auf mehrere zehntausend Euro.
Kilometerlanger Stau und schrittweise Freigabe der blockierten Fahrspuren
Die umfangreichen Rettungs- und Bergungsarbeiten machten zunächst eine Vollsperrung der Richtungsfahrbahn nach Frankfurt erforderlich, was über mehrere Stunden hinweg zu erheblichen Beeinträchtigungen führte. Der daraus resultierende Rückstau reichte zeitweise bis auf die Höhe von Froschhausen zurück. Im weiteren Verlauf des Einsatzes konnte die Polizei die Fahrspuren schrittweise wieder für den fließenden Verkehr öffnen. Mittlerweile sind zwei Streifen befahrbar, eine vollständige Aufhebung der Sperrung wird in Kürze erwartet. Um den genauen Hergang des Auffahrunfalls abschließend zu klären, sucht die Polizeiautobahnstation Südosthessen nach Zeugen. Personen, die sachdienliche Hinweise zu der Karambolage geben können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06181 9010-0 zu melden.















