Auf dem Waldspielplatz an der Frankfurter Straße in Heusenstamm haben Mitarbeiter des städtischen Bauhofs am Dienstag zwei Holz-Spielhäuser abgebaut. Grund für den dauerhaften Rückbau der Geräte in Höhe der evangelischen Kirche sind gravierende Mängel an der Bausubstanz. Nach Angaben der Verwaltung hatten Prüfer bereits bei der Hauptuntersuchung im Frühjahr und bei späteren Nachkontrollen festgestellt, dass mehrere tragende Holzteile morsch waren. Da sich der Zustand der Pfosten in den vergangenen Wochen weiter verschlechterte und die Standsicherheit nicht mehr garantiert werden konnte, entfernte die Stadt die Aufbauten aus Sicherheitsgründen.
Hohe Kosten verhindern eine Reparatur der Geräte
Eine Instandsetzung der beiden über 20 Jahre alten Spielhäuser schloss die Verwaltung aus wirtschaftlichen Gründen aus. Der Aufwand für eine Reparatur wäre unverhältnismäßig hoch gewesen, weshalb die abgebauten Geräte auch nicht durch neue ersetzt werden. Bürgermeister Steffen Ball begründet das Vorgehen mit der Sorgfaltspflicht auf öffentlichen Plätzen: „Gerade auf unseren Spielplätzen gilt: Sicherheit hat oberste Priorität. Wo sie nicht mehr gewährleistet werden kann, müssen und wollen wir handeln – auch wenn das bedeutet, dass ein beliebtes Spielgerät verschwindet. Das ist für Kinder und Familien natürlich schade, aber die Sicherheit geht immer vor. Gleichzeitig müssen wir verantwortungsvoll mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln umgehen und Prioritäten setzen“.
Frischer Sand und neue Balken für den Spielbereich
Trotz des Verlusts der Spielhäuser bleibt das Gelände an der Frankfurter Straße für den Spielbetrieb erhalten. In den kommenden Tagen erneuert das Team des Bauhofs die Einfassungsbalken rund um die verschiedenen Spielbereiche und füllt frischen Sand in den Sandkasten ein. Nach dem Abschluss dieser Unterhaltungsarbeiten steht der Waldspielplatz Kindern und Familien wieder uneingeschränkt zur Verfügung.
Dreistufiges Prüfverfahren für alle Spielplätze im Stadtgebiet
Der Rückbau ist das Resultat eines engmaschigen Kontrollsystems, mit dem die Stadt Heusenstamm alle öffentlichen Spielbereiche nach den geltenden Vorgaben überwacht. Dafür kommt ein dreistufiges Verfahren zum Einsatz: Zertifizierte Prüfer des Bauhofs absolvieren wöchentliche Sichtkontrollen, um Schäden durch Nutzung, Witterung oder Vandalismus frühzeitig zu erkennen. Zuzüglich finden alle drei Monate operative Inspektionen durch ein externes Fachunternehmen statt. Einmal im Jahr folgt zudem die umfassende Hauptuntersuchung, bei der vor allem Fundamente, tragende Bauteile und die allgemeine Standsicherheit der Spielgeräte detailliert überprüft und Mängel anschließend behoben werden.
















