Nach dem verheerenden Großfeuer auf einer Reitanlage in Heusenstamm Mitte August haben die Ermittlungsbehörden eine 29 Jahre alte Frau aus dem Landkreis Offenbach als Tatverdächtige ermittelt. Gegen sie besteht der Verdacht der Brandstiftung. Wie die Staatsanwaltschaft und das Polizeipräsidium Südosthessen mitteilen, wurde die Beschuldigte inzwischen in einer Fachklinik untergebracht.
Beweismittel bei polizeilicher Durchsuchung der Beschuldigten gefunden
Im Zuge der andauernden Ermittlungen zu der Brandursache erhärtete sich der anfängliche Verdacht gegen die junge Frau. Bei einer Wohnungsdurchsuchung stellten die Beamten weiteres Material sicher, das als mutmaßliches Beweismittel in dem Fall gilt. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft ordnete das zuständige Amtsgericht in Offenbach daraufhin die einstweilige Unterbringung der 29-Jährigen an. Am vergangenen Donnerstag wurde die Beschuldigte einer Richterin vorgeführt, welche den Unterbringungsbefehl in Vollzug setzte. Anschließend brachten die Einsatzkräfte die Frau in eine spezialisierte medizinische Einrichtung.
Flammen zerstörten zwei Hallen und griffen auf Wald über
Das Feuer war am späten Abend des 15. August auf dem an der Martinseestraße gelegenen Gelände ausgebrochen. Gegen 22.16 Uhr standen eine Reithalle sowie eine angrenzende Lagerhalle in Flammen und wurden durch den Brand vollständig zerstört. Begünstigt durch die zu diesem Zeitpunkt herrschende Trockenheit griff das Feuer rasch auf ein benachbartes Waldstück über, was einen massiven Großeinsatz der Rettungskräfte auslöste. Der Feuerschein war bis weit über die Stadtgrenzen hinaus sichtbar.
Tiere gerettet und zwei Personen beim Einsatz verletzt
Etwa 200 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus nahezu dem gesamten Kreisgebiet waren in der betreffenden Nacht vor Ort, um die rasante Ausbreitung der Flammen zu stoppen. Da die Bereitstellung von ausreichend Löschwasser eine logistische Herausforderung darstellte, erhielten die Einsatzkräfte Unterstützung von lokalen Landwirten, die mit Fässern zusätzliches Wasser an den Brandort transportierten. Zivile Helfer und Feuerwehrleute konnten alle auf dem Areal untergebrachten Pferde rechtzeitig vor dem Feuer in Sicherheit bringen. Dennoch kamen bei dem Vorfall Menschen zu Schaden: Nach Angaben des Kreises Offenbach erlitten eine Ersthelferin sowie eine Einsatzkraft der Feuerwehr bei dem Nachteinsatz Verletzungen. Die aufwendigen Löscharbeiten dauerten bis in die frühen Morgenstunden des darauffolgenden Tages an.
















