In Heusenstamm entsteht an der Hohebergstraße 118 ein neues Wohnviertel. Auf einem bereits zuvor bebauten Grundstück errichten die K&M Immobiliengruppe und die Obertshausener WHF Planungsgesellschaft derzeit fünf Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 25 Mietwohnungen. Nach dem aktuellen Stand der Planungen sollen die Einheiten im Winter 2027 bezugsfertig sein.
Barrierefreier Wohnraum und Bau nach aktuellen Energiestandards
Die Wohnflächen in dem Vorhaben, das den Namen „Robinia Quartier“ trägt, variieren zwischen rund 48 und 170 Quadratmetern. Die Grundrisse sind auf unterschiedliche Haushaltsgrößen wie Singles, Paare und Familien zugeschnitten; ergänzend sind Penthouse-Wohnungen vorgesehen. Nach Angaben der Verantwortlichen erhalten alle fünf Gebäude Aufzüge und werden barrierefrei sowie seniorengerecht konzipiert, um den Bewohnern ein möglichst langes eigenständiges Wohnen zu ermöglichen. Da das Projekt auf einer bereits baulich genutzten Fläche realisiert wird, entfällt für die Kommune die Notwendigkeit, neues Bauland auszuweisen.
Die Gebäude werden nach dem Standard KfW 40 NH QNG errichtet. Diese Norm berücksichtigt neben der reinen Energieeffizienz auch die Schonung von Ressourcen, die Wahl der Baumaterialien sowie die langfristige Nutzbarkeit. Die Parkplätze für die künftigen Mieter werden größtenteils in einer unterirdischen Garage untergebracht. Dadurch können die Außenanlagen überwiegend autofrei bleiben und sollen stattdessen begrünt werden. Als Namensgeberin für das gesamte Areal fungiert eine markante Robinie, die sich im vorderen Bereich des Grundstücks befindet.
Bürgermeister betont die Bedeutung vorausschauender Stadtentwicklung
Der Heusenstammer Bürgermeister Steffen Ball verschaffte sich kürzlich bei einem Besuch vor Ort einen Überblick über den Stand der Bauarbeiten. Er hob dabei den schonenden Umgang mit den kommunalen Flächenressourcen hervor: „Stadtentwicklung bedeutet, heute Entscheidungen zu treffen, die auch morgen tragen. Wir brauchen zusätzlichen Wohnraum, wollen aber nicht einfach Fläche verbrauchen, sondern genau hinschauen: Wo können neue Wohnungen entstehen, wie fügen sie sich in die bestehende Stadt ein, was bedeutet das für unsere Infrastruktur – und wie schaffen wir Angebote, die zu unterschiedlichen Lebenssituationen passen?“
Der Rathauschef unterstrich in diesem Zusammenhang: „Heusenstamm soll sich weiterentwickeln, ohne seinen Charakter zu verlieren.“ Mit Blick auf das konkrete Bauvorhaben an der Hohebergstraße ergänzte Ball: „Das Robinia Quartier zeigt, wie zusätzlicher Wohnraum auf bestehender Fläche geschaffen und dabei auf unterschiedliche Generationen und künftige Anforderungen Rücksicht genommen werden kann.“
Weitere Wohnungsbauprojekte im Heusenstammer Stadtgebiet in Planung
Neben dem Neubau an der Hohebergstraße verweist die Stadt auf weitere in der Planung befindliche Vorhaben zur Schaffung von Wohnraum. So ist auf dem Gelände des ehemaligen Fernmeldezeugamts ein gemischtes Quartier vorgesehen. An der Berliner Straße soll ein barrierefreies Mehrgenerationenquartier realisiert werden. Darüber hinaus plant die Kirche im Umfeld von St. Cäcilia, auf dem Areal des heutigen Pfarrheims zusätzliche Wohnungen zu errichten. Zu den anstehenden Aufgaben in der Kommune erklärte Bürgermeister Ball abschließend: „Stadtentwicklung ist kein Selbstläufer. Sie braucht klare Ziele, vorausschauendes Handeln und manchmal den Mut zu entscheiden“.
















