Die extremen Temperaturen des vergangenen Wochenendes haben im Kreis Offenbach zu einer außergewöhnlichen Belastung des medizinischen Versorgungssystems geführt. Zwischen Freitag und Sonntag rückten die Einsatzkräfte des regionalen Rettungsdienstes zu insgesamt 619 Notfällen aus. Besonders der Sonntag stach mit 240 Alarmierungen deutlich heraus. Im regulären Tagesgeschäft verzeichnen die Sanitäter im Kreisgebiet durchschnittlich lediglich rund 140 Einsätze pro Tag.
Koordination verhindert drohende Überlastung der regionalen Krankenhäuser
Die drastisch gestiegene Zahl an Einsätzen wirkte sich auch massiv auf die Situation in den umliegenden medizinischen Zentren aus. Da zahlreiche Patientinnen und Patienten aufgrund von starker Überhitzung eingeliefert werden mussten, drohten die örtlichen Kliniken zeitweise ihre absolute Belastungsgrenze zu überschreiten. Um die Lage zu bewältigen, stand der Träger des Rettungsdienstes im Landkreis im permanenten Austausch mit der zuständigen Leitstelle sowie den Einsatzleitungen der jeweiligen Krankenhäuser. Ein Kollaps der Versorgung konnte nach behördlichen Angaben letztlich dadurch abgewendet werden, dass die Erkrankten gezielt auf verschiedene Standorte verteilt und intern in den Kliniken zusätzliche Behandlungskapazitäten geschaffen wurden.
Verstärkung der Fahrzeugflotte und Dank an das eingesprungene Personal
Um das ungewöhnlich hohe Aufkommen an Notrufen logistisch überhaupt bewältigen zu können, musste der Rettungsdienst im Verlauf des Wochenendes mehrfach zusätzliche Fahrzeuge in den regulären Dienst stellen. Der Offenbacher Landrat Oliver Quilling äußerte sich angesichts der herausfordernden Lage anerkennend über die Leistungsbereitschaft der Einsatzkräfte. Er betonte: „Wir danken den vielen Kolleginnen und Kollegen, die in diese Extremsituation zusätzlich eingesprungen sind“.
















