Die Lebensmittelüberwachung des Kreises Offenbach hat am Dienstag 36 Paletten Nikotinbeutel im Wert von rund 1,2 Millionen Euro vernichten lassen. Die Produkte waren im November des vergangenen Jahres von der Polizei in einer Lagerhalle in Rödermark-Ober-Roden sichergestellt worden.
Verkauf in Deutschland verboten
Bei den Nikotinbeuteln handelt es sich um sogenannte „Snus“, die zum oralen Konsum bestimmt sind. Der Verkauf ist in Deutschland verboten. Da die Beutel keinen Tabak enthalten, fallen sie nicht unter das Tabakrecht. Rechtlich werden sie als „Novel Food“, also neuartige Lebensmittel, eingeordnet.
Keine Zulassung als Lebensmittel
Für diese Produkte liegt nach Angaben des Kreises derzeit keine erforderliche Zulassung als Lebensmittel vor. Damit dürfen sie nicht in Verkehr gebracht werden. Aus diesem Grund wurden die sichergestellten Paletten vernichtet.
Lebensmittelüberwachung als Teil des Verbraucherschutzes
Die Lebensmittelüberwachung ist im Kreis Offenbach dem Fachdienst Veterinärwesen und lebensmittelrechtlicher Verbraucherschutz zugeordnet. Ihre Aufgabe ist es, Betriebe zu kontrollieren, in denen Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände hergestellt, behandelt oder in Verkehr gebracht werden, um Verbraucherinnen und Verbraucher vor gesundheitlichen Schäden sowie vor Irreführung und Täuschung zu schützen. Weitere Informationen sind unter www.kreis-offenbach.de/Lebensmittelüberwachung zu finden.
















