In Stadt und Kreis Offenbach bleibt die konjunkturelle Lage schwach. Der von der Industrie- und Handelskammer (IHK) Offenbach am Main erhobene Klimaindex verharrt bei 89,3 Punkten und damit klar unter dem Zehnjahresmittel von 104,8 Punkten. Positive Rückmeldungen aus den Betrieben sind selten.
Einstellungspläne sinken, Investitionen warten
Die Erwartungen vieler Firmen sind verhalten: Weniger Unternehmen als zuletzt planen Neueinstellungen, Investitionen werden vertagt. Auch am Arbeitsmarkt zeigen sich die Belastungen der schwachen Wirtschaftslage. Etwas robuster präsentieren sich Informations- und Kommunikationstechnologie, der Großhandel sowie einzelne exportorientierte Unternehmen.
Dauerthemen bremsen Wettbewerbsfähigkeit weiter
Nach Einschätzung der IHK bleiben strukturelle Hemmnisse ungelöst. Genannt werden steigende Arbeits- und Lohnnebenkosten, hohe Energiekosten, Engpässe beim Personal sowie umfangreiche Bürokratie. Ohne Fortschritte in diesen Bereichen dürften angekündigte Reformschritte der Bundesregierung allenfalls kurzfristig wirken.
Kammer drängt auf verlässliche Rahmenbedingungen
Die IHK erneuert ihre politischen Forderungen: weniger Regulierung, stabile Sozialabgaben, international wettbewerbsfähige Energiepreise und steuerliche Entlastungen. Eine verlässliche, wachstumsorientierte Wirtschaftspolitik sei Voraussetzung, um die Konkurrenzfähigkeit des Standorts Deutschland dauerhaft zu sichern.
„Planungssicherheit und Entlastungen nötig“
„Die Unternehmen in der Region erwarten nun, dass den politischen Ankündigungen konkrete Maßnahmen folgen“, sagt Markus Weinbrenner, Hauptgeschäftsführer der IHK Offenbach am Main. Weiter betont er: „Unsere Wirtschaft braucht Planungssicherheit, Entlastungen und Freiräume für neue Dynamik, mehr Beschäftigung und größere Zuversicht. Dafür sind auf der einen Seite politischer Mut und Kraft und auf der anderen Seite gesellschaftlicher Veränderungswille erforderlich.“
















