Die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2025 weist für den Ostkreis insgesamt weniger Straftaten und mehr aufgeklärte Fälle aus. Besonders in Seligenstadt ging die Zahl der registrierten Delikte zurück, während die Aufklärungsquote deutlich stieg. Vorgestellt wurden die Zahlen bei einem Pressegespräch der Polizeistation Seligenstadt.
Für die Ostkreis-Kommunen Seligenstadt, Hainburg und Mainhausen wurden im vergangenen Jahr insgesamt 1.504 Straftaten registriert. Im Jahr zuvor waren es 1.589. Zugleich stieg die Zahl der geklärten Fälle von 884 auf 951. Damit verbesserte sich die Aufklärungsquote von 55,6 auf 63,2 Prozent.
Seligenstadt mit deutlichem Rückgang
In Seligenstadt sank die Zahl der registrierten Fälle von 884 auf 747. Gleichzeitig stieg die Aufklärungsquote von 52,4 auf 64,1 Prozent. Hainburg verzeichnete dagegen einen Anstieg der Fallzahlen von 449 auf 497. Dort verbesserte sich die Aufklärungsquote leicht von 59,0 auf 60,2 Prozent. In Mainhausen blieb die Gesamtzahl mit 260 Fällen nahezu auf dem Vorjahresniveau von 256. Die Aufklärungsquote stieg dort von 60,9 auf 66,5 Prozent.
Erster Polizeihauptkommissar Thomas Eck, Leiter der Polizeistation Seligenstadt, wertete die Entwicklung für den Ostkreis insgesamt positiv. „Die PKS zeigt für die Ostkreiskommunen insgesamt eine positive Entwicklung bei der Aufklärungsquote. Wir führen diese Entwicklung auch darauf zurück, dass mehr Personal zur Verfügung steht und damit die Präsenz im Einsatz gesteigert werden konnte.“
Eigentumsdelikte und Trickbetrug im Blick
Bei der Vorstellung der Statistik standen auch einzelne Deliktsbereiche im Fokus. Dazu gehörten Eigentumskriminalität, die besonders in Hainburg weiter eine Herausforderung bleibt, sowie Trickbetrug und Sachbeschädigungen. Bei Schäden an Kraftfahrzeugen geht die Polizei zudem von einer hohen Dunkelziffer aus.
An dem Termin in der Giselastraße nahmen neben Eck auch seine Stellvertreterin Corinna Vogel und Schutzfrau vor Ort Lisa Spitz teil. Ebenfalls anwesend waren die Bürgermeister Daniell Bastian, Christian Spahn und Frank Simon sowie Seligenstadts Erster Stadtrat Oliver Steidl und Hainburgs Erster Beigeordneter Lukas Buhl.
Zusammenarbeit soll weiter gestärkt werden
Einigkeit bestand nach Angaben der Beteiligten darin, dass Sicherheit eine dauerhafte Aufgabe bleibt und weiter nur im Zusammenwirken von Polizei, Verwaltung und Bürgerschaft gestärkt werden kann. In diesem Zusammenhang wurde auch auf die Aufnahme Seligenstadts in das KOMPASS-Programm des hessischen Innenministeriums verwiesen. Ziel ist es, die Sicherheitsstrukturen vor Ort gemeinsam weiterzuentwickeln.
Oliver Steidl sagte: „Für uns bleibt wichtig, dass Prävention, konsequentes Handeln vor Ort und gute Zusammenarbeit ineinandergreifen.“ Weiter erklärte er: „Für niedrige Fallzahlen braucht es Personal vor Ort und Aufklärungsgespräche, auch um Berührungsängste zur Polizei abzubauen. Letztlich ist jede Straftat eine zu viel – sobald sie in der Statistik auftaucht, ist es zu spät.“
Auch Bürgermeister Daniell Bastian hob die Rolle des Miteinanders hervor. „Die Entwicklung zeigt, wie wichtig eine enge Zusammenarbeit zwischen Polizei, Stadt und Bürgerschaft ist. Sicherheit entsteht durch Präsenz, aber auch durch Vertrauen, Aufmerksamkeit und ein starkes Miteinander vor Ort.“
Thomas Eck appellierte zudem an die Bevölkerung, Beobachtungen frühzeitig zu melden. „Bitte wenden Sie sich auch über die 110 an uns, die Anrufe werden entsprechend weitergeleitet.“















