Die ehrenamtlichen Kräfte der Feuerwehr Langen haben ein außergewöhnlich arbeitsreiches Wochenende hinter sich. Innerhalb von rund 34 Stunden mussten die Brandschützer zu insgesamt 15 Einsätzen ausrücken. In der Spitze agierten dabei etwa 50 Feuerwehrleute mit zehn Fahrzeugen gleichzeitig im Stadtgebiet sowie bei überörtlichen Hilfeleistungen in den umliegenden Kommunen.
Waldbrand am Langener Waldsee und Großfeuer in Heusenstamm
Die Serie an Alarmierungen begann am Samstagmittag kurz vor 14 Uhr. Zunächst unterstützten drei Fahrzeuge aus Langen die Einsatzkräfte im benachbarten Mörfelden-Walldorf bei der Bekämpfung eines größeren Vegetationsbrandes. Am Nachmittag brach dann ein Waldbrand auf einer Fläche von rund 3.200 Quadratmetern östlich des Langener Waldsees aus. Die Eindämmung der Flammen und die umfangreichen Nachlöscharbeiten zogen sich dort über mehrere Stunden hin.
Noch während der Arbeiten am See forderte die Leitstelle die Langener Atemschutznotfalleinheit sowie ein Tanklöschfahrzeug zu einem ausgedehnten Gebäudebrand auf einer Reitanlage in Heusenstamm an. Die Feuerwehrleute halfen dort mit mehreren Trupps bei der direkten Brandbekämpfung und stellten die Wasserversorgung sicher. Erst gegen 3 Uhr in der Nacht waren die Langener Einheiten wieder an ihrem Standort und vollständig einsatzbereit.
Drohneneinsatz am Sonntag und Unterstützung in Egelsbach
Am Sonntagmorgen rückte die Feuerwehr um 10 Uhr zu einer geplanten Brandnachschau an den Waldsee aus. Zuvor war bereits eine Meldung über ein Feuer in einem Industriegebiet eingegangen. Im Laufe des Tages folgten weitere Alarmierungen wegen unklarer Rauchentwicklungen sowie Einsätze zur Unterstützung des Rettungsdienstes. Zur Überprüfung der Lage aus der Luft kam dabei wiederholt eine Drohne der Dreieicher Feuerwehr zum Einsatz.
Anschließend wurden ein Löschzug und die Atemschutznotfalleinheit zu einem Brand in einer Werkstatthalle nach Egelsbach beordert. Dort beteiligten sich die Feuerwehrleute an den Löscharbeiten und stellten parallel mit anderen Kräften den Brandschutz für die Städte Langen und Egelsbach sicher. Die letzte Alarmierung des Wochenendes verzeichnete die Wache am späten Sonntagabend um 23.49 Uhr.
Lob des Stadtbrandinspektors nach vorangegangenem Hilfseinsatz
Die aufwendige Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft, zu der das Aufbereiten der Schutzkleidung sowie das Bestücken der Fahrzeuge gehören, lief bereits zwischen den einzelnen Alarmen und dauerte noch bis in den Montag hinein an. Bereits in der Vorwoche waren Spezialkräfte aus Langen stark gefordert gewesen, unter anderem bei einem 13-stündigen Hilfseinsatz bei einem Waldbrand in Rodenbach im Main-Kinzig-Kreis.
Stadtbrandinspektor Christian Buchold bedankte sich zu Wochenbeginn bei den ehrenamtlichen Kräften für ihren „zielstrebigen, absolut professionellen und phänomenalen Einsatz am Wochenende“, der bei teils sehr hohen Temperaturen erbracht wurde. Das hohe Einsatzaufkommen habe nach Angaben des Feuerwehrchefs deutlich gezeigt, wie wichtig das Engagement der Freiwilligen für die Sicherheit in der Region sei.
















