Die Stadt Langen schafft für die Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Schule zusätzliche Kapazitäten für die Ganztagsbetreuung. Die Stadtverordnetenversammlung hat einstimmig beschlossen, einen neuen Hort einzurichten, der zunächst Platz für 50 Kinder bieten soll. Damit reagiert die Stadt auf den schrittweise ab dem Schuljahr 2026/2027 eingeführten bundesweiten Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder. Bis zur geplanten Inbetriebnahme des Horts im Jahr 2027 werden übergangsweise Räume in der Schule selbst für die Betreuung genutzt.
Standort zwischen Friedhof und Feuerwache geplant
Da auf dem Schulgelände keine zusätzlichen Flächen zur Verfügung stehen und auch im Umfeld keine geeigneten Räumlichkeiten vorhanden sind, sieht der Beschluss einen externen Standort vor. Der neue Hort soll auf einem Grundstück zwischen Friedhof und Feuerwache entstehen. Vorgesehen ist eine Modulbauweise, die zunächst den Bau eines Erdgeschosses ermöglicht. In diesem ersten Bauabschnitt ist die Betreuung von 50 Kindern vorgesehen. Eine spätere Erweiterung durch ein zusätzliches Obergeschoss soll bei Bedarf im laufenden Betrieb realisierbar sein.
Betrieb durch freien Träger vorgesehen
Den Betrieb des neuen Horts soll die Terminal für Kids gGmbH übernehmen. Der freie Träger ist in Langen bereits mit mehreren Einrichtungen aktiv. Das Raumkonzept wurde mit der Fachaufsicht des Jugendamts des Kreises Offenbach abgestimmt, da für den Hortbetrieb eine Betriebserlaubnis erforderlich ist, die den Vorgaben für Kindertageseinrichtungen entspricht.
Kosten für Bau und Betrieb kalkuliert
Für die Betreuungsmodule rechnet die Stadt mit jährlichen Mietkosten von gut 100.000 Euro. Die Ausgaben für Bau und Herstellung der Anlage liegen bei rund 620.000 Euro. Hinzu kommt ein jährlicher Betriebskostenzuschuss von etwa 385.000 Euro.
Bürgermeister Jan Werner sieht in dem Beschluss eine tragfähige Lösung für den letzten noch offenen Grundschulstandort in Langen. „Damit haben wir auch für die letzte Grundschule in Langen eine gute Lösung gefunden“, sagte Werner und verwies auf die schwierigen räumlichen Bedingungen an der Geschwister-Scholl-Schule. Auch die geplante Übergangslösung bis zur Fertigstellung des Neubaus bezeichnete er als praktikablen Kompromiss.















