Am Mittwoch, dem 17. Juni, fiel an der Langener Wallschule der offizielle Startschuss für die Neugestaltung des Außengeländes. Mit einem symbolischen Spatenstich gaben Kreisbeigeordneter Alexander Böhn und Schulleiterin Anja Knauß das Projekt frei, bei dem der bislang stark versiegelte Pausenhof in eine naturnahe Umgebung umgebaut wird. Erste Bauarbeiten auf dem Areal haben bereits begonnen. Die Umbaumaßnahmen sollen den Bereich an klimatische Veränderungen anpassen und den Schulkindern mehr Raum für unterschiedliche Aktivitäten bieten.
Entsiegelung und neue Spielgeräte gegen die Folgen des Klimawandels
Um das Gelände vor hohen Temperaturen und Starkregen zu schützen, lässt der Landkreis weite Teile des Asphalts entfernen und durch Flächen ersetzen, auf denen Regenwasser im Boden versickern kann. Neben den bestehenden Bäumen sollen zusätzliche Bepflanzungen und neue Marktschirme künftig an heißen Tagen für Schatten und ein besseres Mikroklima sorgen. Die Pläne sehen vor, den Schulhof in verschiedene Zonen zu unterteilen. So entsteht eine Felsen-Spiellandschaft, die durch neue Schaukeln, Rutschen und Klettergerüste ergänzt wird. Zudem wird ein Allwetterplatz mit einem Basketballkorb eingerichtet. Vorhandene Tischtennisplatten, Sitzgelegenheiten und ältere Kletteranlagen bleiben erhalten und werden in das architektonische Konzept integriert.
Ein grünes Klassenzimmer für den Ausbau des Ganztagsangebots
Die baulichen Veränderungen sind auf die pädagogische Entwicklung der Einrichtung und den sogenannten Pakt für den Ganztag abgestimmt. Der bisherige Schulgarten weicht einem geschützten grünen Klassenzimmer, das den Lehrkräften künftig Unterricht im Freien ermöglicht. Der Schulgarten selbst wird an einen anderen Standort auf dem Grundstück verlegt und zur Bewässerung mit einer Zisterne ausgestattet. Entlang der Wallstraße ist zudem ein begrünter Bereich für ruhigere Pausenaktivitäten vorgesehen.
Kreisbeigeordneter Alexander Böhn erläutert die Zielsetzung der Verwaltung: „Schulhöfe sind schon lange nicht mehr reine Pausenflächen. Sie bieten Platz zum Austoben und für Begegnungen. Gleichzeitig dienen sie aber auch immer öfter als Lernumgebung. Mit der Umgestaltung schaffen wir an der Wallschule einen modernen und freundlichen Außenbereich, der den Bedürfnissen der Kinder gerecht wird und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Klimaanpassung leistet.“ Auch Schulleiterin Anja Knauß sieht in dem Vorhaben einen erheblichen Mehrwert für die Einrichtung. Sie betont: „Die Umgestaltung unseres Schulhofs ist weit mehr als eine bauliche Maßnahme. Kinder lernen, spielen und entwickeln sich besonders gut in einer anregenden, naturnahen Umgebung. Für unsere Schülerinnen und Schüler entsteht hier ein lebendiger Lern- und Lebensraum mit Rückzugsbereichen, der ihnen täglich zugutekommen wird. Ich danke allen, die an das Projekt geglaubt haben und es unterstützt haben.“
Abschluss der Bauarbeiten ist für den kommenden September geplant
Den Anstoß für die naturnahe Umgestaltung gab ursprünglich eine Initiative der Lehrkraft Dörte Kilper, die das Anliegen gemeinsam mit der Schulgemeinde und dem Förderverein vorantrieb. Zur Zeit der damaligen Antragstellung pflanzten die Initiatoren symbolisch eine Kastanie in einen Topf. Der daraus herangewachsene Baum stand beim Spatenstich bereit und soll in Zukunft auf dem neuen Gelände Schatten spenden. Die Entwürfe für das Bauprojekt stammen von der Forschungsstelle für Frei- und Spielraumplanung. Die Gesamtkosten für die Maßnahmen belaufen sich auf rund 420.000 Euro. Die wesentlichen Bauarbeiten sollen voraussichtlich im September dieses Jahres abgeschlossen werden. Abschließende Bepflanzungen in den neuen Grünbereichen wird die Baufirma im Laufe des Herbstes vornehmen.
















