Nach zwei brutalen Überfällen auf Passanten in der Nacht zum Sonntag in Langen ermittelt die Offenbacher Kriminalpolizei wegen eines möglichen Zusammenhangs. Die Täter setzten in beiden Fällen zunächst Reizgas ein und wendeten im Anschluss massive körperliche Gewalt an. Eines der Opfer erlitt bei dem Angriff derart schwere Verletzungen, dass es medizinisch in einer Klinik versorgt werden musste. Eine nächtliche Fahndung nach den Flüchtigen verlief ohne Erfolg.
Erster Überfall mit Pfefferspray in der Bürgerstraße
Die erste Tat ereignete sich nach Angaben der Behörden gegen 2:40 Uhr in der Bürgerstraße. Dort näherten sich drei bislang unbekannte Personen, die zunächst als Jugendliche oder Heranwachsende beschrieben wurden, einem 21 Jahre alten Mann aus Langen. Die Täter sprühten dem Fußgänger unvermittelt Pfefferspray ins Gesicht und versuchten zeitgleich, ihm seine Umhängetasche zu entreißen. Dem Angegriffenen gelang im ersten Moment die Flucht, er stürzte jedoch beim Wegrennen auf den Boden. Die Verfolger holten den jungen Mann daraufhin ein und traktierten ihn mit Schlägen sowie Tritten. Das Opfer konnte sich schließlich ein weiteres Mal aus der Situation befreien und endgültig flüchten.
Zweite Tat in der Bahnstraße fordert ein verletztes Opfer
Nur rund 50 Minuten später und wenige Hundert Meter entfernt kam es in der Bahnstraße zu einem nahezu identischen Vorfall. Gegen 3:30 Uhr griff eine Gruppe von vier bis fünf unbekannten Männern einen 36-jährigen Fußgänger an. Auch bei diesem Überfall nutzten die Täter direkt Pfefferspray, um ihr Opfer zu blenden, bevor sie den Mann schlugen und traten. Die Angreifer erbeuteten das Mobiltelefon sowie den Rucksack des 36-Jährigen und flüchteten anschließend in eine unbekannte Richtung. Der verletzte Mann wurde nach der Tat von Rettungskräften in ein Krankenhaus eingeliefert. Die umgehend eingeleitete Absuche der Umgebung durch mehrere Polizeistreifen führte nicht zur Ergreifung der Verdächtigen.
Kriminalpolizei sucht Zeugen mit einer ersten Täterbeschreibung
Aufgrund der räumlichen und zeitlichen Nähe sowie der übereinstimmenden Vorgehensweise prüfen die Ermittler nun intensiv, ob dieselbe Gruppierung für beide Raubstraftaten verantwortlich ist. Nach den bisher gesammelten Erkenntnissen der Polizei liegt eine allgemeine Beschreibung der flüchtigen Täter vor. Demnach sollen die Männer ein Alter zwischen 25 und 30 Jahren haben und ungefähr 1,80 Meter groß sein. Ein auffälliges Merkmal bei allen Beschuldigten waren demnach kurze schwarze Haare. Zur Aufklärung der Vorfälle bittet die Offenbacher Kriminalpolizei die Bevölkerung um Mithilfe. Personen, die in der besagten Nacht verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf die Identität der Täter geben können, sind aufgerufen, sich bei den Ermittlern zu melden.
















