Gut schwimmen zu können, kann im Ernstfall Leben retten. Darauf weisen die städtische Bäder- und Hallenmanagement GmbH (BaHaMa), die Schwimmschule der Volkshochschule Langen und der Turnverein Langen (TVL) hin. Ihr gemeinsames Ziel ist es, Unfälle im Wasser zu verhindern und Kindern frühzeitig Sicherheit im Umgang mit Wasser zu vermitteln. Hintergrund sind die bundesweiten Zahlen: In Deutschland ertrinken jedes Jahr zwischen 400 und 500 Menschen, die meisten, weil sie Nicht- oder nur schlechte Schwimmer sind.
„Wichtig dabei ist vor allem, dass Mädchen und Jungen möglichst früh lernen, sich angstfrei und sicher im Wasser zu bewegen“, sagt Bürgermeister Jan Werner. In den Langener Bädern werden dafür Schwimmkurse angeboten, die Bediensteten der BaHaMa nehmen zudem die Prüfungen für die verschiedenen Schwimmabzeichen ab. Bereits 2022 wurde das Langener Hallenbad von der Initiative „Hessen lernt schwimmen“ als Schwimmausbildungszentrum ausgezeichnet.
Schwimmabzeichen bei Kindern sehr gefragt
Im Jahr 2025 konnten sich in Langen viele Kinder und Jugendliche über ein Schwimmabzeichen freuen. Neben den bekannten Stufen Seepferdchen sowie Freischwimmer in Bronze, Silber und Gold spielt in Langen eine eigene Auszeichnung eine besondere Rolle: das Bobby-Abzeichen.
Bobby ist eine Langener Besonderheit
Die kleine Robbe „Bobby“ ist ein spezielles Abzeichen für Kinder, die sich bereits einige Meter über Wasser halten können, aber noch kein Seepferdchen abgelegt haben. In diesem Jahr erhielten 35 Kinder diese Auszeichnung. Das Abzeichen dient vor allem als Anreiz und Motivation, das Schwimmen weiter zu üben und später ein reguläres Schwimmabzeichen zu erwerben.
Für 136 Mädchen und Jungen war 2025 das Seepferdchen das Ziel. Sie durften sich das Abzeichen nach bestandener Prüfung an Badeanzug oder Badehose nähen lassen.
Hohe Anforderungen bei den Freischwimmerstufen
Nach der Schwimmschule bieten die Schwimmangebote des TV Langen zusätzliche Herausforderungen für Kinder und Jugendliche, die sich im Wasser weiterentwickeln möchten. Die Anforderungen für die Freischwimmerstufen in Bronze, Silber und Gold sind deutlich höher als beim Seepferdchen.
16 Jugendliche haben im Vorjahr das Gold-Abzeichen erworben. Dafür mussten sie 600 Meter in höchstens 24 Minuten schwimmen, 50 Meter Brustschwimmen in 70 Sekunden absolvieren, 25 Meter Kraul schwimmen sowie jeweils 50 Meter Rücken- und Transportschwimmen. Hinzu kamen weitere Übungen: Gegenstände aus zwei Meter tiefem Wasser holen, 15 Meter Streckentauchen und ein Sprung vom Dreimeterbrett waren ebenfalls erforderlich.
Die silberne Auszeichnung erschwammen sich 27 junge Leute, das bronzene Abzeichen 163. Die Zahlen zeigen, dass Schwimmenlernen in Langen stark nachgefragt wird und viele Kinder und Jugendliche bereit sind, sich den anspruchsvollen Prüfungen zu stellen.
















