Die Stadtwerke Langen haben eine rund sechs Kilometer lange Mittelspannungstrasse in Betrieb genommen. Mit der neuen 20-Kilovolt-Leitung soll die Stromversorgung in Langen und der Nachbargemeinde Egelsbach dauerhaft abgesichert werden. Für das Infrastrukturprojekt investierte der Versorger nach eigenen Angaben etwa sieben Millionen Euro.
Verbindung zum neuen Schalthaus stärkt die Netzkapazität
Die nun fertiggestellte Trasse schließt das im Jahr 2025 errichtete Langener Schalthaus an die Haupteinspeisung des übergeordneten Netzbetreibers an. Durch diese Erweiterung der Infrastruktur versprechen sich die Stadtwerke eine höhere Kapazität im Stromnetz. Ausfälle sollen sich künftig besser kompensieren lassen, da die Energieverteilung durch die optimierte Struktur flexibler gesteuert werden kann.
Das Projekt ist Bestandteil eines breiter angelegten Ausbauprogramms des Unternehmens. Hintergrund sind die steigenden Anforderungen an das lokale Stromnetz, die unter anderem durch den allgemeinen Zuwachs an Elektromobilität, den Betrieb von Wärmepumpen, einen wachsenden Strombedarf sowie dezentrale Anlagen zur Energieerzeugung entstehen. Andreas Wiener, Abteilungsleiter für Stromversorgung bei den Stadtwerken, ordnet den Netzausbau ein: „Mit der Inbetriebnahme dieser Trasse investieren wir gezielt in die Zukunftsfähigkeit unseres Stromnetzes“. Er ergänzt zudem: „Die neue Leitung erhöht die Versorgungszuverlässigkeit für Haushalte, Gewerbe und Industrie und schafft zugleich wichtige Voraussetzungen für die Integration erneuerbarer Energien sowie die kommunale Wärmeplanung der Stadt Langen und der Gemeinde Egelsbach.“
Bauphase nach leichter Verzögerung vollständig abgeschlossen
Der Startschuss für die Verlegung der eingesetzten Netz- und Kabeltechnik war im Februar 2025 gefallen. Mit einer leichten zeitlichen Verzögerung konnten die Arbeiten nun beendet werden. An der baulichen Umsetzung waren die Unternehmen Lupp Netzbau GmbH und SPIE SAG GmbH beteiligt. Patrick Geister, der bei den Stadtwerken als Bereichsleiter für Technik und Netzbetrieb fungiert, äußerte sich zu der Kooperation: „Mit der Lupp Netzbau GmbH und der SPIE SAG GmbH hatten wir starke Partner an unserer Seite, wie man sie für ein solches Bauvorhaben braucht“. Gleichzeitig richtete er sich an die Bürger vor Ort: „Unser Dank gilt auch den Anwohnern und Verkehrsteilnehmern für ihr Verständnis und die konstruktiven Gespräche während der Bauphase.“
Der Ausbau der Energieinfrastruktur in der Region ist mit dem Abschluss dieses Bauabschnitts allerdings noch nicht beendet. Wie Abteilungsleiter Wiener ankündigt, laufen bereits die Vorbereitungen für künftige Projekte: „Das war erst der Anfang“. Bezüglich des weiteren Vorgehens erklärt er: „Die Planung für weitere Trassen und Schalthäuser hat bereits begonnen.“















