Der Abwasserverband Langen/Egelsbach/Erzhausen hat auf seiner Kläranlage an der Prinzessin-Margaret-Allee in Langen eine großflächige Photovoltaik-Anlage installiert. Über den biologischen Belebungsbecken wurde ein Solarfaltdach mit rund 2.450 Quadratmetern Fläche aufgebaut. Nach Angaben des Verbands ist es die vierte Anlage dieser Art in Deutschland, die ans Netz gegangen ist.
Die Anlage besteht aus 864 Solarmodulen und hat eine Spitzenleistung von 371 kWp. Pro Jahr sollen damit etwa 310.000 Kilowattstunden Strom erzeugt werden. Der Zukauf von Strom soll dadurch um weitere 22 Prozent sinken.
Eigenversorgung soll auf etwa 50 Prozent steigen
Die Kläranlage benötigt jährlich rund 2,7 Millionen Kilowattstunden Strom. Ein gutes Drittel davon wird nach Angaben des Verbands bereits durch Blockheizkraftwerke vor Ort erzeugt. Mit dem Solarfaltdach soll der Anteil des selbst erzeugten Stroms weiter steigen. Geschäftsführerin Eva-Maria Frei sagt: „Künftig kommen wir somit auf rund 50 Prozent Eigenversorgung“.
Die Investition in Höhe von 1,1 Millionen Euro soll sich nach Angaben des Verbands in etwa zwölf Jahren amortisieren.
Anlage nach Zertifizierung ans Netz gegangen
Verbandsvorsteher Jan Werner, Bürgermeister der größten Mitgliedskommune Langen, verweist auf den Weg bis zur Inbetriebnahme. Er sagt: „Wir freuen uns sehr, dass die Photovoltaik-Anlage nach einem aufwendigen Zertifizierungsprozess jetzt ans Netz gegangen ist“. Außerdem betont er: „Der Abwasserverband setzt damit ein deutliches Zeichen für die Nachhaltigkeit.“
Auf der Anlage werden nach Angaben des Abwasserverbands jährlich rund vier Millionen Kubikmeter Abwasser gereinigt – von gut 60.000 Einwohnern sowie von Unternehmen aus Langen, Egelsbach und Erzhausen.
















