Übernachtungsgäste in Langen sollen künftig eine Steuer zahlen. Die Stadt hat nun ein Konzept vorgelegt, nachdem die Stadtverordnetenversammlung im vergangenen Jahr einstimmig für einen entsprechenden Antrag gestimmt hatte.
Einnahmen von fast 300.000 Euro
Die Kämmerei rechnet mit jährlichen Einnahmen von rund 297.100 Euro. Davon abzuziehen sind etwa 25.000 Euro Personal- und Verwaltungskosten für die Umsetzung. Grundlage der Berechnung ist die Übernachtungsstatistik 2024: Laut Hessischem Statistischen Landesamt gab es im vergangenen Jahr 165.045 Übernachtungen in Langen, mit durchschnittlichen Kosten von 60 Euro pro Nacht. Drei Prozent dieses Betrags sollen künftig als Steuer an die Stadt gehen.
Steuer nicht zweckgebunden
Die zusätzlichen Einnahmen sollen ohne Zweckbindung in den Haushalt fließen. Bürgermeister Jan Werner erklärte: „Langen bietet hervorragende Verkehrsverbindungen, zahlreiche soziale, kulturelle und sportliche Einrichtungen, die gepflegt und unterhalten werden müssen.“ Mit der Steuer würden Gäste, so Werner weiter, „quasi im Schlaf zum Erhalt dieser Infrastruktur beitragen, die sie dann auch selbst nutzen könnten“.
Beratung in den Gremien
Ob die Steuer eingeführt wird, entscheidet sich in den kommenden Wochen. Zunächst befasst sich der Haupt- und Finanzausschuss am Donnerstag, 4. September, mit dem Konzept. Die endgültige Entscheidung fällt am Donnerstag, 18. September, in der Stadtverordnetenversammlung.
















