Wegen zunehmender Verunreinigungen des Altpapiers entfernt die Stadt Langen in Kürze die verbliebenen öffentlichen Papiercontainer im Stadtgebiet. Bürger werfen vermehrt ungeeigneten Abfall in die Papiersammlung, was zu hohen Nachsortierungskosten führt, die letztlich von der Allgemeinheit getragen werden müssen.
Falscher Abfall verursacht hohe Kosten für Gebührenzahler
Dem Verwertungsbetrieb, bei dem der Abfallservice Langen Egelsbach (ALEG) das städtische Altpapier anliefert, ist in jüngster Zeit eine deutlich abnehmende Sortierqualität aufgefallen. Zwischen den verwertbaren Papierabfällen finden sich zunehmend Kunststofffolien, Plastikverpackungen, Tetra Paks sowie gewöhnlicher Rest- und Sperrmüll. Die dadurch entstehenden Ausgaben für die aufwendige Nachsortierung stellt das Unternehmen den Kommunalen Betrieben Langen (KBL) in Rechnung, wodurch die Kosten auf alle Bürgerinnen und Bürger umgelegt werden.
Öffentliche Container verschwinden aus dem Stadtbild
Als Reaktion auf die starke Verschmutzung zieht die Verwaltung die wenigen noch vorhandenen öffentlichen Papiercontainer, die sich vorwiegend in den Stadtteilen Oberlinden und Neurott befinden, demnächst vollständig ab. Die KBL bitten die Bevölkerung hierfür um Verständnis und verweisen auf die bestehende Grundversorgung zur Müllentsorgung. Jeder Langener Haushalt ist bereits mit einer gebührenfreien Papiertonne ausgestattet, deren Größe je nach Bedarf 120, 240 oder 1.100 Liter umfasst und die einmal im Monat geleert wird. Wer darüber hinaus größere Mengen an Altpapier oder Kartonagen entsorgen muss, kann diese kostenfrei am Langener Wertstoffhof oder bei der Wertstoffannahmestelle in Egelsbach abgeben.
Saubere Trennung schont wichtige Ressourcen erheblich
Jedes Jahr fallen in Langen durchschnittlich rund 2.000 Tonnen Papierabfälle an, die bei korrekter Trennung wieder lohnend in den Wirtschaftskreislauf zurückgeführt werden könnten. Sauberes Papier lässt sich bis zu sieben Mal recyceln, was die Umwelt massiv entlastet. Die klassische Papierherstellung gehört zu den sechs energieintensivsten Branchen in Deutschland und verbraucht große Mengen an Holz, Wasser, Energie sowie giftigen Chemikalien. Die Produktion von Recyclingpapier benötigt im direkten Vergleich jedoch nur die Hälfte der Energie und lediglich ein Drittel der Wassermenge, weshalb eine saubere Wertstoffsortierung für den Umweltschutz von zentraler Bedeutung ist.
















