Die Freiwillige Feuerwehr in Mainflingen hat in einer intensiven Projektwoche Kinder und Jugendliche aus drei lokalen Bildungseinrichtungen im Brandschutz geschult. Im Mittelpunkt der Aktion standen sowohl das theoretische Wissen über die Gefahren von Feuer und Rauch als auch praktische Übungen für das richtige Verhalten im Notfall. Rund 50 Vorschulkinder sowie Schülergruppen verschiedener Altersklassen verbrachten mehrere Tage bei der örtlichen Wehr und erhielten dabei Einblicke in die ehrenamtliche Arbeit der Rettungskräfte.
Vorschulkinder probieren Strahlrohre und Notruf aus
Aus allen fünf Kindertagesstätten des Ortsteils nahmen insgesamt rund 50 Vorschulkinder an der Brandschutzfrüherziehung im Feuerwehrhaus teil. Den künftigen Schulkindern vermittelten die Einsatzkräfte, wie sich Feuer und Wasser verhalten und auf welche Weise Gefahren im Alltag richtig eingeschätzt werden können. Ein zentraler Punkt der Schulung war das korrekte Verhalten im Falle eines Brandes sowie das richtige Absetzen eines Notrufs am Telefon. Nach dem theoretischen Teil besichtigten die Mädchen und Jungen die Fahrzeuge und technischen Geräte im Gerätehaus. Die praktische Bedienung der Strahlrohre stieß dabei bei den Teilnehmenden auf das größte Interesse.
Schülerinnen erleben Ausrücken zu einem realen Einsatz
Eine weitere Station der Aktionswoche bildete der Besuch einer Fünfergruppe der Freien Schule, die einen gesamten Projekttag bei der Feuerwehr verbrachte. Für die Schülerinnen standen verschiedene Experimente zu unterschiedlichen Löschmethoden auf dem Programm, die sie anschließend bei eigenen Löschversuchen in der Praxis erproben konnten. Neben dem gemeinsamen Kochen und Essen im Gerätehaus war das miterlebte Ausrücken der Einsatzkräfte zu einem realen Notfall ein besonderer Moment des Tages, bei dem die Mädchen die Abläufe einer Alarmierung aus nächster Nähe beobachten konnten.
Praxisnaher Unterricht auf dem Main und dem Schulhof
Über einen Zeitraum von drei Tagen beschäftigten sich zudem sechs Kinder der dritten und vierten Jahrgangsstufe der Anna-Freud-Schule intensiv mit den Eigenschaften von Feuer und der Entstehung von Rauch. Die Grundschüler lernten den Aufbau und den taktischen Ablauf eines Löschangriffs kennen. Da Mainflingen unmittelbar am Fluss liegt, erhielten sie darüber hinaus eine Einweisung in die Aufgaben des örtlichen Rettungsbootes, die mit einer Tour auf dem Main endete. Ihren Abschluss fand die Kooperation am darauffolgenden Samstag auf dem Schulfest der Anna-Freud-Schule. Dort präsentierte die Feuerwehr nach eigenen Angaben ein Löschfahrzeug sowie ein sogenanntes Spritzenhaus für Wasserspiele und stand den Schülerinnen, Schülern und Eltern für Fragen zur Verfügung.
Ehrenamtliche Kräfte suchen Verstärkung für alle Abteilungen
Um die Sicherheit der Bevölkerung an allen Tagen des Jahres rund um die Uhr gewährleisten zu können, weist die Feuerwehr Mainflingen auf die kontinuierliche Notwendigkeit zur personellen Verstärkung hin. Da der gesamte Dienstbetrieb rein ehrenamtlich geleistet wird, suchen die Verantwortlichen Unterstützung für sämtliche Abteilungen. Das Angebot richtet sich an Kinder zwischen sechs und neun Jahren für die Kinderfeuerwehr, an Zehn- bis Siebzehnjährige für die Jugendabteilung sowie an Erwachsene ab 18 Jahren für die Einsatzabteilung, in der auch Quereinsteiger ohne Vorkenntnisse eine vollständige Ausbildung erhalten. Wer sich nicht aktiv am Einsatzgeschehen beteiligen möchte, hat nach Angaben der Wehr zudem die Möglichkeit, die Arbeit der Retter über eine Mitgliedschaft im Förderverein finanziell und ideell zu unterstützen.
















