Die behindertengerechte Toilette der WC-Anlage am Brückenmühlparkplatz in Mühlheim ist bis auf Weiteres geschlossen. Grund ist ein Vandalismusschaden an der Elektronik. Wie die Stadt mitteilt, wurde der Vorfall bereits bei der Polizei angezeigt. Das Pissoir der Anlage kann weiterhin genutzt werden.
Nach Angaben des zuständigen Fachbereichs wurde die innenliegende Sensorleiste der elektronischen Tür abgerissen und gestohlen. Dadurch liegt die empfindliche Technik offen, der Motor der Tür funktioniert nicht mehr. Die Türöffnungs- und Schließfunktion ist damit außer Betrieb. Aus Sicherheitsgründen wurde die Tür verschlossen und mit einem Hinweisschild versehen.
Schaden liegt bei rund 1500 Euro
Die Stadt schätzt den entstandenen Schaden auf etwa 1500 Euro. Der zuständige Fachbereich prüft derzeit, ob die Reparatur durch die beauftragte Vertragsfirma übernommen werden kann.
Bürgermeister Alexander Krey erklärt dazu: „Jeder Vandalismusfall ist ärgerlich, weil er das Stadtbild stört, Kosten und Aufwände verursacht, die in andere Investitionen fließen könnten und das Personal zusätzlich belastet. Dass es in diesem Fall eine behindertengerechte Anlage getroffen hat, ist auch aus menschlicher Sicht bestürzend und trifft nebenbei auch zahlreiche Menschen, die den Wochenmarkt genießen und in der Altstadt ihren alltäglichen Unternehmungen nachgehen wollen. Wir haben den Fall zur Anzeige gebracht und setzen uns für die schnellstmögliche Instandsetzung ein.“
Probleme auch durch falsch parkende Autos
Die Stadt erläutert in diesem Zusammenhang auch die Technik der Türanlage. Um die Tür zu öffnen und zu schließen, muss ein Taster rechts neben der Tür gedrückt werden. Dieser sei bei der Umrüstung zur behindertengerechten Nutzung aus technischen und finanziellen Gründen an der vorgesehenen Stelle eingebaut worden. Ein Sensor an der Tür sorge dafür, dass sie sich nur öffnet, wenn sich kein Hindernis davor befindet.
Nach Angaben der Stadt kommt es zudem immer wieder vor, dass rechts neben der WC-Anlage Autos auf einer Fläche parken, die nicht mehr als Parkplatz vorgesehen ist. Für Rollstuhlfahrer erschwere das den Zugang zum Taster. Deshalb habe die Stadt in eine bereits vorhandene Bodenhülse zwischen Toilettenanlage und Dammaufgang einen Absperrpfosten eingesetzt.
















