Die dritte Auflage der städtischen Ausbildungsmesse in Mühlheim am Main hat mit einer inhaltlichen Neuausrichtung stattgefunden. Durch eine verstärkte Zusammenarbeit der kommunalen Wirtschaftsförderung mit der Jugendförderung rückte bei der Veranstaltung am 15. September im lokalen Jugendzentrum die direkte Interaktion in den Mittelpunkt. Das überarbeitete Konzept zielte nach Angaben der Stadtverwaltung darauf ab, klassische Messeformate aufzubrechen und durch niedrigschwellige Mitmachaktionen die Kommunikation zwischen den Jugendlichen und den Betrieben zu erleichtern.
Praktische Einblicke und direkte Hilfe bei Bewerbungen
Insgesamt zehn Aussteller präsentierten sich im Saal der Einrichtung. Neben dem Kreis und der Industrie- und Handelskammer Offenbach waren diverse lokale Unternehmen wie ein Autohaus, eine Bäckerei, eine Versicherungsagentur und ein Dentallabor vertreten. Um den Schülern den Einstieg in die Gespräche zu erleichtern, setzten die Aussteller auf greifbares Anschauungsmaterial aus dem jeweiligen Berufsalltag. Flankiert wurde der Messebetrieb von gezielten Beratungsangeboten. So bot die Jugendberufsagentur vor dem Gebäude Unterstützung beim Verfassen von Lebensläufen und das Anfertigen professioneller Bewerbungsfotos an. Im Eingangsbereich des Jugendzentrums bereiteten städtische Mitarbeiter die Heranwachsenden zudem durch kurze Befragungen auf den Kontakt mit den potenziellen Arbeitgebern vor.
Pflichtbesuche lokaler Schulen und überregionale Messebesucher
Das Publikum setzte sich primär aus Klassen des Mühlheimer Friedrich-Ebert-Gymnasiums, der Friedrich-Ebert-Schule und der Montessori-Schule zusammen, für die der Messebesuch fest in den Unterrichtsplan integriert war. Darüber hinaus verzeichneten die Organisatoren in diesem Jahr vermehrt externe Besucher. Unter anderem informierten sich Schüler der Geschwister-Scholl-Schule aus Offenbach-Bieber sowie Jugendliche eines Bildungsträgers für Haupt- und Förderschüler über die beruflichen Perspektiven auf dem Ausbildungsmarkt.
Organisatoren ziehen eine positive Bilanz der Neuausrichtung
Obwohl die Veranstaltung aufgrund zeitgleicher Berufsmessen in Offenbach und Neu-Isenburg in diesem Jahr etwas kleiner ausfiel, zogen die Verantwortlichen der Stadt ein positives Fazit. Eva Scholz, Fachbereichsleiterin für Jugend und Soziales, verwies auf den erfolgreichen Abbau von Barrieren: „Die verschiedenen Partizipationsmöglichkeiten und Gesprächsangebote der Jugendförderung gingen mit den interaktiven Angeboten an den Messeständen Hand in Hand. Dadurch sanken die Gesprächshürden an den Ständen und gerade die schüchternen Jugendlichen wurden hervorragend abgeholt.“ Bürgermeister Alexander Krey lobte das überarbeitete Format ebenfalls und erklärte abschließend: „Die Jugendförderung hat es geschafft, dem Angebot einen eigenen Charme und eine Wärme zu geben, die spürbar war.“
















