Der Bertha-Pappenheim-Platz im Neu-Isenburger Wohngebiet Buchenbusch soll umgestaltet und in großen Teilen entsiegelt werden. Nach Angaben der Stadt ist vorgesehen, die derzeit stark versiegelte Fläche von rund 340 Quadratmetern neu zu bepflanzen und damit deutlich grüner zu gestalten. Die Grundstruktur des Platzes soll dabei erhalten bleiben. Der Baustart ist für den Spätsommer 2026 vorgesehen.
Geplant ist, große Teile der bisherigen Pflasterflächen zurückzubauen und in Pflanzbereiche umzuwandeln. Vorgesehen sind vier klimaresiliente Waldahorne sowie eine Bepflanzung mit Sträuchern, Gräsern und bodendeckenden Stauden. Die Stadt verweist darauf, dass der Waldahorn mit Hitze und Trockenheit gut zurechtkomme. Zugleich sollen die Bäume höher wachsen als die bislang vorhandenen Kugelahorne und damit künftig mehr Schatten spenden.
Platzstruktur soll erkennbar bleiben
Trotz der Eingriffe soll der Charakter des Platzes nicht vollständig verändert werden. Das Planungskonzept sieht vor, die achteckige Grundform weiterhin sichtbar zu halten. Sie nimmt nach Angaben der Stadt die Form des inzwischen funktionslosen Brunnens in der Platzmitte auf und erinnert zugleich an den Grundriss des historischen alten Ortskerns von Neu-Isenburg.
Auch die strahlenförmig verlaufenden Pflasterstreifen sollen erhalten bleiben. In den neuen Pflanzflächen werden sie gestalterisch fortgeführt. Die Außenbereiche des Platzes sollen künftig vollständig als Grünflächen angelegt werden, sodass die Mitte stärker eingefasst wird. In den Pflanzzonen ist zudem eine leichte Geländemodellierung vorgesehen. Diese soll einerseits die Raumwirkung verstärken und andererseits helfen, Regenwasser besser aufzunehmen.
Brunnen bleibt nur noch als Skulptur
Der Brunnen aus Basaltstelen ist bereits seit längerer Zeit außer Betrieb. Eine Wiederinbetriebnahme wurde laut Stadt geprüft, wegen der hohen Kosten aber verworfen. Er soll deshalb künftig als Skulptur erhalten bleiben.
Zusätzlich sind zwei Informationstafeln geplant, die über Leben und Wirken von Bertha Pappenheim informieren sollen, nach der der Platz benannt ist.
Fördermittel decken Großteil der Kosten
Für die Maßnahme stehen nach Angaben der Stadt insgesamt 117.000 Euro aus dem Bundesprogramm „KfW 444 – Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ zur Verfügung. 93.600 Euro davon werden über Zuschüsse finanziert, der städtische Eigenanteil liegt bei 23.400 Euro. Dieser soll über das Budget der DLB Dreieich und Neu-Isenburg AöR getragen werden. In den Fördermitteln enthalten sind sowohl die Umsetzung als auch die dreijährige Entwicklungspflege. Der Förderzeitraum läuft bis 2026.
Bevor die Arbeiten beginnen, sollen direkte Anlieger über das Projekt informiert werden. Dafür ist am Mittwoch, 24. Juni, um 17 Uhr eine Informationsveranstaltung vor Ort geplant. Vorgestellt wird die Umgestaltung von Sylvio Jäckel von der DLB Dreieich und Neu-Isenburg AöR sowie von der Neu-Isenburger Biologin Dr. Ellen Pflug.
Weniger Pflaster, mehr Versickerung
Auch bei der Entwässerung setzt das Konzept auf mehr Natürlichkeit. Regenwasser soll künftig entsprechend dem vorhandenen Gefälle beziehungsweise über neue Neigungen in die Pflanzflächen geleitet werden und dort versickern können.
Mit der Umgestaltung verfolgt die Stadt damit vor allem ein Ziel: Aus einem bislang stark gepflasterten Platz soll ein deutlich stärker begrünter Ort werden, der bei Hitze mehr Schatten bietet und zugleich mehr Regenwasser aufnehmen kann.















