Die Feuerwehr in Neu-Isenburg erhält finanzielle Unterstützung vom Kreis Offenbach für die Anschaffung von Spezialausrüstung. Am vergangenen Sonntag überreichte Kreisbrandinspektor Marco Bauer, der als Fachdienstleiter für den Brand- und Katastrophenschutz zuständig ist, einen Zuschussbescheid in Höhe von 80.000 Euro an den Neu-Isenburger Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein. Die offizielle Übergabe, an der auch Stadtbrandinspektor Philipp Tsangos teilnahm, erfolgte im Rahmen eines Tages der offenen Tür auf dem Gelände der Feuerwache in der Sankt-Florian-Straße. Die finanziellen Mittel fließen in einen neuen Abrollbehälter, der speziell für Einsätze mit gefährlichen Gütern konzipiert ist.
Neuer Abrollbehälter ersetzt bisherigen Gerätewagen der Einsatzkräfte
Der Kreisverwaltung zufolge müssen sich die örtlichen Feuerwehren regelmäßig auf komplexe Lagen mit Gefahrgütern vorbereiten. Risikofaktoren im Kreisgebiet sind dabei insbesondere Speditionen und Gewerbebetriebe in den Kommunen sowie die Bundesautobahn 3, über die täglich derartige Transporte abgewickelt werden. Kommt es zu Unfällen, bei denen beispielsweise gesundheitsschädliche Chemikalien austreten, rücken speziell geschulte Einheiten aus. Das neue Modul, welches bei Bedarf auf Trägerfahrzeuge geladen werden kann, ersetzt bei der Neu-Isenburger Wehr einen bisherigen Gerätewagen. In dem Aufbau lagert die nötige Sonderausrüstung, darunter chemische Schutzanzüge der Kategorie CSA Form 3 sowie spezielle Werkzeuge und Materialien. Diese Ausstattung befähigt die Helfer dazu, ausgetretene Stoffe nach dem Prinzip des Eindeichens, Abdichtens und Abpumpens sicher zu handhaben.
Spezialausrüstung kommt bei Bedarf dem gesamten Kreisgebiet zugute
Die Anschaffung ist Teil eines übergeordneten Gefahrenabwehrkonzepts des Landkreises. Dieses zielt darauf ab, besondere technische Ressourcen gezielt zu bündeln, anstatt sie an jedem Standort in gleicher Form vorzuhalten. So soll das Modul im Bedarfsfall auch in anderen Kommunen zum Einsatz kommen. Kreisbrandinspektor Bauer hob die Bedeutung der Technik hervor: „Gefahrguteinsätze stellen unsere Feuerwehren vor besondere Herausforderungen. Umso wichtiger ist es, dass die dafür erforderliche Spezialausrüstung schnell und zuverlässig zur Verfügung steht“. Er fügte hinzu: „Mit dem neuen Abrollbehälter verfügt die Feuerwehr Neu-Isenburg künftig über zusätzliche Möglichkeiten für solche Einsatzlagen. Gleichzeitig ergänzt die Ausstattung das überörtliche Gefahrgutkonzept des Kreises: Der Abrollbehälter kann bei Bedarf auch in anderen Kommunen genutzt werden. Mit unserem Zuschuss leisten wir deshalb einen Beitrag zu einer leistungsfähigen Gefahrenabwehr, von der letztlich alle Menschen im Kreis profitieren.“
Auch Bürgermeister Hagelstein betonte die Relevanz der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit: „Sicherheit endet nicht an der Stadtgrenze. Gerade bei komplexen Gefahrenlagen kommt es darauf an, alle Kräfte zu bündeln. Wir bedanken uns beim Kreis Offenbach aber auch bei unseren Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen, die sich freiwillig für die Sicherheit in unserer Stadt und darüber hinaus engagieren. Das verdient nicht nur unseren Dank, sondern auch die bestmögliche Ausstattung und den bestmöglichen Schutz.“
Hohe Einsatzzahlen fordern die ehrenamtlichen Helfer kontinuierlich
Die Notwendigkeit einer soliden Infrastruktur für den Katastrophenschutz spiegelt sich in der aktuellen Einsatzstatistik wider. Laut Angaben des Kreises wurden die Feuerwehren im Bezirk allein im ersten Halbjahr des Jahres 2026 zu rund 2.200 Einsätzen alarmiert. Bauer nutzte den Vor-Ort-Termin daher, um die allgemeine Arbeit der Einsatzabteilungen zu würdigen: „Ob bei Gefahrguteinsätzen, Waldbränden, Unwettern oder dem Brand eines Hauses – unsere Feuerwehren sind da, wenn sie gebraucht werden. Allein im ersten Halbjahr 2026 waren sie rund 2.200-mal im Einsatz. Das zeigt, wie wichtig ihre Arbeit ist. Deshalb sage ich allen Einsatzkräften auch heute ganz herzlich danke. Sie setzen sich jeden Tag für die Sicherheit der Menschen im Kreis ein. Dafür verdienen sie unsere Anerkennung und höchsten Respekt“.
















