Die Schützengesellschaft 1961 Neu-Isenburg hat ihre diesjährigen Stadtmeisterschaften erfolgreich abgeschlossen. Nach Angaben des Vereins bildete ein Stechen um mehr als 50 Pokale den sportlichen Höhepunkt der Turniertage, an denen die Teilnehmer im Verlauf von drei Wochenenden gegeneinander antraten. Neben den zu vergebenen Pokalen überreichten die Verantwortlichen insgesamt 15 Gold-, 13 Silber- und 29 Bronzemedaillen an die erfolgreichen Schützen.
Herausragende Einzelleistungen und eine neue Altersklasse
Im sportlichen Bereich hat sich neben dem traditionellen Schießen mit dem Kleinkalibergewehr das Blasrohrschießen als feste Disziplin bei dem Turnier etabliert. Da für den Umgang mit dem Blasrohr keine Altersbegrenzung besteht, reichte das Alter der Teilnehmer in diesem Jahr von acht bis hin zu rund 80 Jahren. Aufgrund der starken Beteiligung von Kindern richtete der Verein erstmals eine eigene Wertungsklasse für Teilnehmer unter zwölf Jahren ein, in der sich Milan Randisi den ersten Platz vor Paul Müller und Frida Obst sicherte.
Als erfolgreichste Einzelschützin des gesamten Wettbewerbs ging Sofia Seward hervor, die sich insgesamt sechs Auszeichnungen erkämpfte. Sie gewann unter anderem den Titel der Stadtmeisterin mit dem Kleinkalibergewehr, die Damen-Wertung für die beste Zehn sowie die sogenannte 49er-Wertung. Bei den männlichen Teilnehmern dominierte Sören Steinke das Blasrohrschießen und errang in dieser Disziplin den Stadtmeistertitel. Mit insgesamt vier ersten Plätzen sicherte er sich zudem den Pokal des Landrats für die höchste Gesamtringzahl des Wettbewerbs. Weitere Titel gingen an Andy König, der die Ü60-Wertung mit dem Gewehr gewann, sich beim Blasrohrschießen jedoch Michael Wolfraum geschlagen geben musste. Die präziseste Schussabgabe des Turniers gelang Dean Gautier. Sein bester Treffer wies lediglich eine Abweichung von 53 Mikrometern zur Mitte der Zielscheibe auf. Gautier entschied zudem das finale Stechen auf eine Dartscheibe mit 26 Punkten knapp gegen Sofia Seward für sich.
Ergebnisse der Gruppenwertungen und ein nicht vergebener Sonderpreis
Neben den Einzelwettbewerben traten die Schützen in diversen Gruppenkonstellationen an. In der Familienwertung setzte sich die Familie Nitzsche gegen die Familien Wolfraum und Gautier durch. Den Wettbewerb der Mannschaften gewann das Team BindingStubb vor den Zwiebelschälern und der Monster AG, wobei der Siegerpokal mit einer Mannschaftsportion Bier prämiert wurde. Bei der gesonderten Wertung für politische Gruppierungen platzierten sich die Ysenburger vor den Vertretern von CDU und FDP.
Ein spezieller Trophäen-Wettbewerb blieb in diesem Jahr ohne Sieger. Für eine perfekte Serie von sieben Schüssen, die exakt in die Zehn treffen und somit das Maximum von 70 Ringen ergeben, hatte der Verein eine Kanone ausgelobt. Da die beiden besten Schützen in dieser Kategorie nicht über 69 Ringe hinauskamen, verbleibt der Preis für das kommende Jahr im Bestand der Schützengesellschaft.
Hoher organisatorischer Aufwand und feierliche Pokalübergabe
Die Dimensionen der Stadtmeisterschaft spiegeln sich im Materialverbrauch der vergangenen Wochen wider. Die Sportler gaben im Verlauf der Veranstaltung rund 22.500 Schuss Kleinkalibermunition ab und verschossen etwa 12.000 Pfeile mit dem Blasrohr. Zur offiziellen Siegerehrung begrüßte der Vereinsvorsitzende Robert Funcke neben Landrat Oliver Quilling, der seinen gestifteten Pokal persönlich übergab, auch zahlreiche Vertreter der Kommunalpolitik. Da Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein aufgrund eines Aufenthalts in der Partnerstadt Weida verhindert war, richtete Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner die offiziellen Grußworte der Kommune an den Verein. Ebenfalls anwesend waren die Stadträte Frache, Rost und Lammersdorf sowie das Vereins-Ehrenmitglied Uschi Fischer.
Den reibungslosen Ablauf der Turniertage gewährleisteten rund 65 ehrenamtliche Helfer aus den Reihen des Vereins. Ein spezialisiertes Technikteam kümmerte sich vor und nach jedem Einsatztag um die Wartung der elektronischen Trefferanzeigen, sodass diese dem Dauerbetrieb nahezu störungsfrei standhielten. Für die gastronomische Verpflegung der Gäste zeichnete in diesem Jahr erstmals das Team des lokalen Betriebs Weibels Saloon verantwortlich.
















