Die Stadtverordnetenversammlung in Neu-Isenburg hat am 26. August grünes Licht für die Planungen zur Modernisierung der Sporthalle im Sportpark Alicestraße gegeben. Für ein Budget von rund 320.000 Euro soll der bauliche Zustand des im Jahr 1971 errichteten Gebäudes zunächst detailliert untersucht werden. Ziel dieser Bestandsaufnahme ist die Ausarbeitung eines konkreten Sanierungskonzepts, bei dem die Verwaltung zwei verschiedene Nutzungsvarianten für die Zukunft der Anlage fokussiert.
Zwei Varianten für die zukünftige Nutzung auf dem Prüfstand
Die beauftragten Planer sollen ermitteln, ob das Gebäude künftig als reine Dreifeldsporthalle oder als erweiterte Mehrzweckhalle betrieben werden kann. Eine Zulassung als Mehrzweckhalle würde es der Kommune ermöglichen, dort auch Versammlungen mit mehr als 199 Personen auszurichten. Da für offizielle Versammlungsstätten jedoch erheblich strengere baurechtliche Vorgaben an die strukturellen Bauteile und die gebäudetechnische Ausstattung gelten, geht die Stadtverwaltung schon jetzt von einem wesentlich höheren Aufwand bei dieser Variante aus. Sportdezernent Christian Beck ordnet den Prüfauftrag ein: „Die Sporthalle ist seit mehr als fünf Jahrzehnten ein wichtiger Bestandteil unseres Sportparks. Jetzt müssen wir die Voraussetzungen schaffen, dass sie auch langfristig für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung steht. Gleichzeitig müssen wir sorgfältig prüfen, mit welchem finanziellen Aufwand dort künftig wieder größere Veranstaltungen stattfinden können“.
Hohe Energiekosten erfordern energetische und technische Modernisierung
Ein dringender Handlungsbedarf ergibt sich laut Angaben der Stadt insbesondere aus dem Alter der Bausubstanz. Die Halle mit einer Deckenhöhe von neun Metern und einer Grundfläche von 42,50 mal 25,15 Metern ist in ihrer Grundstruktur seit der Erbauung vor über 50 Jahren weitgehend unverändert geblieben. Sie wird derzeit intensiv für den Vereins-, Schul-, Kita- sowie Betriebssport genutzt. Neben den reinen Sportflächen bietet die Anlage einen Kraftraum, ein Foyer mit angeschlossener Küche und Kiosk sowie Tribünenplätze für 240 sitzende und 100 stehende Zuschauer. Da die Gebäudehülle und die technischen Anlagen jedoch nicht mehr den heutigen Standards entsprechen, verzeichnete die Kommune allein im vergangenen Jahr Heizkosten in Höhe von rund 120.000 Euro.
Stadtparlament entscheidet nach Vorlage einer belastbaren Kostenkalkulation
Konkrete Aussagen zu den zu erwartenden Gesamtkosten des Bauprojekts lassen sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht treffen. Die abschließende Entscheidung über den exakten Umfang der Sanierung und die künftige Ausrichtung des Gebäudes obliegt den Stadtverordneten, sobald die finalen Untersuchungsergebnisse und eine verlässliche Kalkulation vorliegen. In diesem Zusammenhang betont Dezernent Beck das weitere Vorgehen: „Bevor wir über eine Investition entscheiden brauchen wir eine fundierte Kostenschätzung. Wir wollen wissen, was technisch notwendig ist, welche Nutzungsmöglichkeiten wir damit schaffen und welche Kosten entstehen. Dabei prüfen wir auch, welche Fördermöglichkeiten es gibt“. Nach einer ersten zeitlichen Prognose der städtischen Behörden könnten die eigentlichen Sanierungsarbeiten an der Sporthalle voraussichtlich im Jahr 2029 beginnen.
















