Für rund 15 Millionen Euro errichtet der Kreis Offenbach derzeit ein neues Gebäude auf dem Gelände der Goetheschule in Neu-Isenburg. Der zweigeschossige Erweiterungsbau soll Ende des Jahres 2026 den Schulbetrieb aufnehmen und Platz für eine großzügige Mensa sowie eine moderne Lernumgebung bieten.
Umfangreiche Arbeiten im Inneren des Gebäudes laufen
Etwa zehn Monate nach dem offiziellen Richtfest konzentrieren sich die Arbeiten auf der Baustelle an der Offenbacher Straße aktuell auf den Innenausbau. Verschiedene Handwerksbetriebe für Trockenbau, Sanitär- und Elektroinstallationen sowie Fliesenleger und Garten- und Landschaftsbauer sind vor Ort im Einsatz. Am Mittwochvormittag besichtigten der zuständige Kreisbeigeordnete Alexander Böhn und Schulleiter Ralph Hartung das Projekt, um sich über den Baufortschritt zu informieren. Böhn ordnete die Maßnahme ein: „Mit der Erweiterung schaffen wir nicht nur den dringend benötigten zusätzlichen Platz für die aktuell rund 1.300 Schülerinnen und Schüler, sondern auch eine zeitgemäße Lernumgebung, die den pädagogischen Ansprüchen eines großen Gymnasiums gerecht wird“. Der Kreisbeigeordnete führte nach Angaben der Kreisverwaltung weiter aus: „Die neuen Räume ermöglichen flexible Lernsettings, wodurch sie zusätzlich Team- und Projektarbeit stärken. Mit diesem Neubau gehen wir einen weiteren Schritt hin zu einer modernen Bildungsstätte.“
Neues Raumkonzept umfasst zwölf Klassenzimmer und eine Freilichtbühne
Der barrierefreie Neubau, der in Massivbauweise errichtet wird, verfügt künftig über zwölf Räumlichkeiten für den Unterricht. Dazu gehören elf allgemeine Klassenzimmer und ein separater Fachraum für das Fach Darstellendes Spiel, an den im Erdgeschoss eine Freilichtbühne mit Zugang in den Außenbereich angrenzt. Fünf der Unterrichtsräume sind mit vorgelagerten Funktionsflächen ausgestattet, wodurch sie für die Oberstufe als offene Lernbereiche genutzt werden können. Ergänzend sieht der Grundriss zwei Besprechungszimmer, Technik- und Lagerräume sowie sanitäre Anlagen vor. Ein zentrales Element des Gebäudes ist die neue Mensa inklusive Außenterrasse, die 150 Sitzplätze bietet und für die Ausgabe von bis zu 500 täglichen Mahlzeiten konzipiert ist. Die architektonische Gestaltung der Innenräume ist von tragenden Sichtbetonwänden mit Holzstruktur geprägt, während die Außenfassade ein verputztes Wärmedämmverbundsystem erhält. Das flach geneigte Dach wird extensiv begrünt und mit Photovoltaikanlagen versehen, deren erzeugter Strom unter anderem den Betrieb der installierten Luft-Wärmepumpen unterstützt.
Verkehrssituation und Außenanlagen werden grundlegend neu geordnet
Neben den Hochbauarbeiten an der Goetheschule strukturieren die Planer auch das umliegende Außengelände um. Dies beinhaltet optimierte Anlieferzonen sowie verbesserte Zufahrtswege für die Rettungskräfte der Feuerwehr. Von den Baumaßnahmen profitiert zudem die direkt benachbarte Friedrich-Fröbel-Schule, da die Verkehrssituation für den dortigen Busverkehr deutlich sicherer und übersichtlicher organisiert wird. Die Nachbarschule erhält in diesem Zuge 25 zusätzliche Busparkplätze sowie 14 neue Stellplätze für das Lehrerkollegium. Für die Schülerschaft der Goetheschule entsteht parallel ein neu gestalteter Pausenhof mit erweiterten Flächen für Bewegung, Spiel und Sitzgelegenheiten. Die neuen Sport- und Aufenthaltsbereiche auf dem Campus sind bereits vollständig umgesetzt und seit den vergangenen Herbstferien für den Schulbetrieb nutzbar.
















