Die städtischen Gremien in Neu-Isenburg haben umfangreiche finanzielle Zuwendungen für verschiedene Sportvereine, kulturelle Organisationen sowie soziale Träger bewilligt. Mit den Geldern werden unter anderem bauliche Umgestaltungen auf Vereinsgeländen, neues Equipment sowie die Sicherung pädagogischer und beratender Angebote in der Region finanziert.
Städtische Zuschüsse für Sportanlagen und Brauchtumspflege
Der Isenburger Tennisclub erhält einen Zuschuss in Höhe von 29.816 Euro für die Erneuerung von vier über 40 Jahre alten Sandplätzen. Da der bisherige Belag nicht mehr produziert wird, rüstete der Verein die Flächen auf einen umweltfreundlichen und ganzjährig bespielbaren Boden um. Die Gesamtkosten beliefen sich auf knapp 199.000 Euro, wobei sich neben der Stadt auch das Land Hessen, der Landkreis Offenbach und der Landessportbund an der Finanzierung beteiligten.
Darüber hinaus unterstützt die Kommune die Turn- und Sportgemeinschaft 1885 mit 36.297 Euro. Nach der Auflösung der hauseigenen Kegelabteilung baute die TSG die alte Anlage zu einem Gymnastik- und Turnraum um, um dem gestiegenen Platzbedarf in diesem Segment gerecht zu werden und hohe Instandhaltungskosten einzusparen. Eine weitere Förderung kommt dem Karnevalsverein Schwarze Elf zugute. Für die Anschaffung von 40 neuen Gardekostümen gewährt die Stadt aufgrund des Mitgliederwachstums bei den Tanzgruppen einen Betrag von 3.030 Euro.
Finanzielle Hilfe für Familienberatung und betreutes Wohnen
Im sozialen Sektor bezuschusst die Stadtverwaltung den Kinderschutzbund Westkreis Offenbach im Jahr 2026 mit 45.806 Euro. Der aktuelle Jahresbericht der Einrichtung für 2025 verzeichnete einen gestiegenen Beratungsbedarf bei Familien, wobei insbesondere Trennungsproblematiken, Erziehungsfragen und Konflikte im Jugendalter den Schwerpunkt bildeten. Die Berater erreichten im vergangenen Jahr 584 Minderjährige, von denen 148 von Gewalt und 86 von sexualisierter Gewalt betroffen waren. Das Angebot des betreuten Umgangs war derart stark nachgefragt, dass die Organisation eine dauerhafte Warteliste führen musste.
Ebenfalls gefördert wird die Stiftung Lebensräume, die im Luftgässchen eine Wohneinrichtung für Menschen mit psychischen oder psychosozialen Beeinträchtigungen betreibt. Die Kommune gleicht das Defizit der Organisation für das Jahr 2025 mit bis zu 26.500 Euro aus. Bei der Vergabe der Räumlichkeiten werden Bürgerinnen und Bürger aus Neu-Isenburg bevorzugt behandelt.
Unterstützung für pädagogische Arbeit auf dem Abenteuerspielplatz
Eine weitere Zuwendung über 10.000 Euro fließt an den Kinder- und Jugendfarmverein Dreieichhörnchen, dessen Angebote stark von Neu-Isenburger Kindern frequentiert werden. Der Abenteuerspielplatz in Dreieich bot im Jahr 2025 insgesamt acht Wochen lang Ferienspiele an, an denen wöchentlich durchschnittlich 320 Kinder teilnahmen. Zudem fand im Sommer erstmals eine Ferienspielwoche gezielt für Jugendliche statt. Die Stadt Neu-Isenburg beteiligt sich bereits seit 2006 an der Finanzierung der freizeitpädagogischen Einrichtung. Im Rahmen des offenen Betriebs trugen sich im vergangenen Jahr 4.000 Kinder und Erwachsene in die Besucherlisten ein, worunter Neu-Isenburg nach Dreieich die zweitgrößte lokale Besuchergruppe ausmachte.















