Im neuen Neu-Isenburger Stadtquartier Süd, das auch unter dem Namen „Neue Welt“ bekannt ist, sind der zentrale Quartierspark und der dazugehörige öffentliche Spielplatz rechtzeitig zum Beginn der Sommerferien fertiggestellt worden. Mit der offiziellen Eröffnung der Freiflächen am 8. Juli im Rahmen einer Pressekonferenz des Magistrats hat das wachsende Viertel seine geplante grüne Mitte erhalten. Zu der Eröffnungsfeier empfingen Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein und Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner zahlreiche Gäste, darunter die Geschäftsführer der beiden Projektentwickler, Stephan Burbach von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAU sowie Peter Matteo von der Groß & Partner Grundstücksentwicklungsgesellschaft mbH.
Namensgebung ehrt historische Neu-Isenburger Persönlichkeiten
Bei der Benennung der neuen Grün- und Spielflächen entschied sich die Stadt für zwei lokalgeschichtliche Würdigungen. Der Quartierspark ist nach der Neu-Isenburger Politikerin Franziska Schorch benannt, die historisch als erste Gemeinderätin Deutschlands gilt. Der Spielplatz erinnert an die frühere Neu-Isenburger Leichtathletin Hanni Hoppner-Schranz. Beide Areale stehen ab sofort nicht nur den bislang 563 eingezogenen Bewohnerinnen und Bewohnern des neuen Viertels zur Verfügung, sondern sind für die gesamte Stadtgesellschaft öffentlich zugänglich.
Freizeitanlage verfügt über Solarbänke für die Energieversorgung
Bei der Gestaltung des Areals wurden auf der neuen Spielfläche unter anderem eine Rutsche, eine Schaukel, ein Kletternetz sowie ein Sandkasten installiert. Zur Begrünung des Umfelds setzten Gärtner in den vergangenen Wochen mehr als 1.000 Stauden, Sträucher und Bäume. Da die Neue Welt zugleich als Smart-City-Pilotquartier der Stadt dient, erhielten die öffentlichen Freiflächen eine technische Zusatzausstattung: Drei der aufgestellten Sitzbänke verfügen über integrierte Solarmodule, mit denen Sonnenenergie in Ökostrom umgewandelt wird. Dadurch erhalten Nutzer die Möglichkeit, mobile Endgeräte wie Smartphones direkt an den Bänken aufzuladen. Eine vierte Solarbank ist auf dem angrenzenden Platz zur Neuen Welt vorgesehen. Zudem soll im Umfeld zeitnah eine digitale Informationstafel aufgestellt werden, die Mitteilungen aus der Stadtverwaltung anzeigt.
Großprojekt auf dem früheren Agfa-Areal verändert die Stadtstruktur
Die Entwicklung des insgesamt rund 115.700 Quadratmeter großen Areals im Süden Neu-Isenburgs markiert den tiefgreifenden Wandel einer Industriebrache zu einem urbanen Viertel. Große Teile des Geländes lagen nach dem Abbruch der dortigen Agfa-Werke in den Jahren 2009 und 2010 jahrelang brach, bevor der Frankfurter Immobilienentwickler Groß & Partner die Flächen 2018 kaufte und durch Zukäufe an der Schleussnerstraße erweiterte. Die städtische GEWOBAU erwarb im Jahr 2019 das Grundstück der ehemaligen Bundesmonopolverwaltung für Branntwein und kaufte in der Folgezeit rund 8.600 Quadratmeter von privaten Eigentümern hinzu. Beide Unternehmen treten gemeinsam als Erschließungsträger auf und realisieren die jeweiligen Hochbauten auf ihren eigenen Grundstücksanteilen. Nach der Konzeption der Entwickler entsteht auf der Fläche ein Nutzungsmix aus Wohnräumen, Büroflächen, Hotels, Einzelhandelsgeschäften sowie der bereits fertiggestellten Kindertagesstätte Margarete Müller.
Bürgermeister sieht weiteren Meilenstein in der Eröffnung der Markthalle
Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein bewertete die Eröffnung des Parks als wichtigen Schritt im Bauprozess. „Das Stadtquartier Neue Welt gehört zu den größten Stadtentwicklungsprojekten der vergangenen Jahrzehnte in Neu-Isenburg. Vor wenigen Jahren war dieses Gelände noch eine Brache. Heute wird sichtbar, was die Neue Welt ausmacht: Wohnen, Arbeiten und Freizeit gehören hier zusammen. Das ist eine Entwicklung, auf die wir als Stadt stolz sein können. Der nächste Meilenstein wird dann die Eröffnung der Markthalle sein“, sagte Hagelstein. Die Fertigstellung der genannten Markthalle, die unter anderem gastronomische Angebote, eine Vinothek und verschiedene Marktstände beherbergen soll, ist nach aktuellen Planungen für das Jahr 2028 vorgesehen. Mit ihrer Eröffnung ist zudem die Einrichtung eines kostenlosen und öffentlichen WLAN-Netzes unter dem Namen „Digitale Dorflinde“ auf dem Platz zur Neuen Welt geplant.
















