Die ehrenamtlichen Brandschützer in Neu-Isenburg erhalten einen weiteren Standort. Das zusätzliche Feuerwehrhaus soll am sogenannten Sonnenhügel am Rande des Waldschwimmbades errichtet werden. Nach dem formellen Beschluss der Stadtverordnetenversammlung von Ende August kann nun die konkrete Planungsphase für das Bauprojekt beginnen, für das die Kommune aktuell Investitionen in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro kalkuliert.
Geringer Eingriff in die bestehenden Flächen des Schwimmbads
Die exakte Position des Gebäudes auf dem Freibadareal steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest und wird in den kommenden Planungsschritten ermittelt. Oberstes Ziel der Stadt ist es, den vorhandenen Baumbestand sowie das Gelände des Freibads bestmöglich zu schonen. Die regulären Liegeflächen für die Badegäste sollen von dem Bauvorhaben gänzlich unberührt bleiben. Um den Platzbedarf des Neubaus zu kompensieren, plant die Verwaltung stattdessen, das Grundstück des ehemaligen Schwimmmeisterhauses in die Bebauung zu integrieren. Aus Gründen der Platzersparnis verwarfen die städtischen Verantwortlichen in enger Abstimmung mit dem Kreis Offenbach zudem die ursprüngliche Idee, an diesem Standort eine gemeinsame Rettungswache zu errichten.
Funktionaler Neubau bietet Platz für drei Einsatzfahrzeuge
Geplant ist ein dauerhaftes Gebäude mit einer Grundfläche von etwa 300 Quadratmetern; eine reine Interimslösung verfolgt die Stadt nicht weiter. Der Neubau soll neben drei Stellplätzen für die Feuerwehrfahrzeuge auch die notwendigen Umkleide- und Sanitärbereiche, einen Aufenthaltsraum sowie Räume für Technik und Lagerung umfassen. Als konzeptionelle Grundlage nutzen die Planer die Richtlinie „Musterfeuerwehrhaus Hessen“, die standardisierte Raumprogramme für kleinere Wachen liefert und so eine schlanke Projektentwicklung ermöglichen soll. Die Vorgaben werden nun an die lokalen Gegebenheiten angepasst. Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein bewertet den aktuellen Projektstand: „Mit dieser Entscheidung schaffen wir die Grundlage für die weitere Planung. Uns ist wichtig, dass wir ein funktionales und dauerhaft nutzbares Feuerwehrhaus schaffen und gleichzeitig so wenig Fläche wie möglich dafür verwenden.“
Ermittlung der wirtschaftlichsten Bauweise und Verkehrsanbindung
Nach der derzeitigen Kostenschätzung rechnet die Stadt mit Ausgaben von rund 2,2 Millionen Euro für das eigentliche Bauwerk. Hinzu kommen knapp 500.000 Euro für die Erschließung des Grundstücks, die Gestaltung der Außenflächen und die Anbindung an den Straßenverkehr. Im Zuge der Detailplanung müssen Fachbüros nun die optimale Streckenführung für die anrückenden Kräfte und die Alarmausfahrten untersuchen, wofür unter Umständen auch eine neue Ampelanlage installiert werden muss. Parallel dazu analysiert die Verwaltung, welche Bauart sich am besten eignet. Verglichen werden konventionelle Massivbauten mit systematisierten Leichtbauweisen. Dabei fließen neben den reinen Baukosten auch Aspekte wie Langlebigkeit, Energieeffizienz und zukünftige Betriebskosten in die Entscheidung ein. Um die städtischen Kosten zu senken, wird derzeit zudem die Inanspruchnahme verschiedener Förderprogramme geprüft, darunter Mittel aus der hessischen Brandschutzförderung.
















