Die Volkshochschule in Neu-Isenburg hat im vergangenen Jahr einen Zuwachs bei den erteilten Unterrichtseinheiten verzeichnet und behauptet damit laut Verwaltung eine Spitzenposition im Landkreis Offenbach. Für den Betrieb der Bildungseinrichtung stellte die Kommune im Berichtsjahr 2025 finanzielle Mittel in Höhe von rund 153.000 Euro zur Verfügung, wie aus dem aktuellen Jahresbericht hervorgeht.
Umfangreiches Kursangebot an verschiedenen Standorten im Stadtgebiet
Dem zuständigen Ausschuss für Kultur, Sport, Ehrenamt und Vielfalt wurden kürzlich die detaillierten Kennzahlen präsentiert. Demnach führte der Trägerverein im Jahr 2025 insgesamt 376 Kurse durch, die von den Teilnehmern exakt 4.006 Mal belegt wurden. Die Gesamtzahl der Unterrichtseinheiten stieg im Vergleich zum vorangegangenen Zeitraum auf 11.188 an. Ergänzt wurde das Bildungsangebot durch 18 Studienreisen mit insgesamt 409 Reisenden. Der Unterricht verteilte sich auf diverse Liegenschaften innerhalb der Stadt. Als Veranstaltungsorte dienten unter anderem die Hugenottenhalle, die Alte Goetheschule, die Brüder-Grimm-Schule sowie das örtliche Hallen- und Freibad, der Treff im Quartier IV und das Haus der Vereine. Das Programm gliederte sich in sieben Bereiche, darunter Fremdsprachen, Gesundheit, EDV und Gesellschaft. Einen inhaltlichen Schwerpunkt bildeten die Integrationskurse. So absolvierten 126 Personen an elf Terminen den Einbürgerungstest „Leben in Deutschland“.
Aufteilung der kommunalen Zuschüsse und Semesterstart im August
Die finanzielle Unterstützung der Stadt summierte sich auf exakt 153.650,47 Euro. Ein Großteil dieser Summe, 87.914,47 Euro, floss in die Mietkosten für die genutzten Räumlichkeiten in der Waldstraße 55 und der Bahnhofstraße 2. Weitere 65.736 Euro dienten der Deckung von Personal- und Sachausgaben. Zusätzlich leitete die Stadtverwaltung einen Betrag von 6.264 Euro an den Chor der Singschule Soundsation weiter. Den regulären Vorlesungsbetrieb für das zweite Halbjahr 2026 hat die Bildungseinrichtung nach der Sommerpause bereits am 24. August aufgenommen.
Vertreter betonen die gesellschaftliche Bedeutung der lokalen Bildungseinrichtung
Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein bewertete die kommunalen Ausgaben für die Einrichtung vor dem Hintergrund der aktuellen Auswertungen: „Die Volkshochschule ist eine tragende Säule unserer Bildungslandschaft. Ihr vielfältiges Angebot steht für Bildung, Begegnung und Lebendigkeit und erreicht Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenssituationen. Die stabilen Kennzahlen und insbesondere die gestiegene Zahl der Unterrichtseinheiten zeigen, wie wichtig die vhs für die Menschen in Neu-Isenburg ist. Die Unterstützung der Volkshochschule ist deshalb eine Investition in Bildung, Teilhabe und die Zukunft unserer Stadt“.
Christine Wagner, die Vorstandsvorsitzende des Trägervereins, bedankte sich für die städtische Förderung und verwies auf die langjährige Treue der Kursteilnehmer: „Ihr Interesse und ihre Verbundenheit sind eine große Motivation für unsere Arbeit und zeigen, wie wichtig die vhs für die Menschen in Neu-Isenburg ist“. Die Geschäftsführerin der Volkshochschule, Sabine Wershoven, hob die soziale und integrative Funktion der Institution hervor: „Unsere Gesellschaft verändert sich und wird vielfältiger. Umso wichtiger sind Orte, an denen Menschen unterschiedlicher Generationen, Herkunft und Lebenssituationen zusammenkommen, voneinander lernen und miteinander ins Gespräch kommen können. Genau dafür steht die Volkshochschule: Sie verbindet Bildung mit Begegnung und schafft Raum für Austausch, gegenseitigen Respekt und neue Perspektiven. Mit unserem vielfältigen Kurs- und Veranstaltungsangebot möchten wir dazu beitragen, dass sich alle Menschen in Neu-Isenburg angesprochen und willkommen fühlen“.
















